Daniel Heuer Fernandes hat auf seinen Konkurrenzkampf mit dem ehemaligen Bayern-Torhüter Daniel Peretz zurückgeblickt. Vor allem Wortmeldungen aus München sind bei dem Torhüter des Hamburger SV hängen geblieben.
„Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, ich hätte nicht registriert, wie der Wechsel von Daniel zu uns medial und insbesondere auch aus München begleitet wurde. Vom FC Bayern haben sich zu der Phase einige Leute zu Wort gemeldet“, erklärte der Keeper vielsagend im kicker.
Heuer Fernandes hatte sich im Duell mit dem in der vergangenen Saison ausgeliehenen Peretz durchgesetzt und seinen Status als Nummer eins verteidigt. Unter anderem Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte daraufhin öffentlich angedeutet, dass der HSV mit der Entscheidung Versprechungen gebrochen habe.
Heuer Fernandes glaubte an Chance gegen Bayern-Leihgabe
Für Heuer Fernandes bedeuteten die Aussagen offenbar zusätzliche Motivation: „Tatsächlich aber habe ich gerade deswegen erst recht noch mehr den den Fokus auf mich gerichtet. Ich wusste auch, was ich kann, woher ich komme, dass mein Standing gut ist.“
Der 33-Jährige hatte als Stammtorhüter großen Anteil am Aufstieg der Hamburger in die Bundesliga: „Ich hatte aus der Vorsaison maximales Selbstvertrauen, hatte gerade einen Höhepunkt meiner Karriere erlebt. Ich bin dadurch mit dem Gefühl und auch dem Wissen in das Duell mit Daniel gegangen: Wenn es mir gelingt, den Fokus auf mich und meine Leistung zu richten, dann wird es schwer für ihn, meinen Platz zu bekommen.“
Während Heuer Fernandes letztlich – wie er selbst sagt – die wohl beste Saison seiner Karriere spielte, trat Peretz die Flucht zum englischen Zweitligisten FC Southampton an. Dort hat er mittlerweile einen Vertrag bis 2030 unterschrieben.