Die Bundesliga kassiert für die TV-Rechte in den USA in den kommenden Jahren offenbar deutlich weniger Geld. Die Partien der höchsten deutschen Spielklasse werden künftig vom TV-Sender USA Network und dem Streamingdienst Fandango übertragen.

Der Deal bringt der Bundesliga laut The Athletic über fünf Jahre hinweg 100 Millionen Dollar (gut 87 Millionen Euro) ein. Das macht 17,4 Mio. Euro pro Jahr. Bislang war ESPN der deutsche TV-Partner in den Staaten, der pro Jahr knapp 30 Millionen zahlte.

Das steckt hinter den geringeren Bundesliga-Einnahmen

Die Bild-Zeitung schreibt, dass die Bundesliga die finanziellen Einbußen bewusst in Kauf genommen habe. Denn anders als bei der Vereinbarung mit ESPN sollen nun nicht mehr nur Topspiele zu sehen sein. Man erhofft sich offenbar eine größere Reichweite.

In dem Bericht ist allerdings auch davon die Rede, dass sich die fehlende sportliche Attraktivität der Bundesliga negativ auf die Verhandlungen ausgewirkt habe. So verfüge der deutsche Fußball abseits vom FC Bayern kaum über Strahlkraft, der ungleiche und daher wenig spannende Wettbewerb zwischen dem Rekordmeister und den restlichen Teams tue sein Übriges.

USA Network überträgt in Amerika unter anderem auch die Premier League. Der Streaminganbieter Fandango erreicht mit Inhalten wie Nascar, PGA und WWE monatlich rund 50 Millionen Nutzer. Beide Unternehmen gehören zur Mediengruppe Versant Media.