Die Schlagzeilen rund um die Zukunft von Michael Olise haben viele Fans aufgeschreckt. Der Franzose wird immer wieder mit Real Madrid und dem FC Liverpool in Verbindung gebracht und sogar eine mögliche Ablöse wird genannt: 200 Millionen Euro.
Doch aktuell ist in München von einem Abschied des 24-Jährigen keine Rede, denn Fakt ist: Sein Vertrag läuft noch bis 2029, er besitzt keine Ausstiegsklausel und die Bayern haben ihrem Star bereits das Label „unverkäuflich“ verpasst.
In diesem Jahr muss sich die Führungsriege an der Säbener Straße also noch nicht mit dem Thema befassen, ernst wird es eher in der Zukunft.
FC Bayern: Olise-Verlängerung schon nächstes Jahr?
„Spannend wird es in den Jahren 2027 und 2028. Der Vertrag läuft 2029 aus, also könnte man Olise im Jahr davor teuer verkaufen. Das heißt: Wenn man verlängern will, muss man sich eigentlich schon 2027 darum kümmern“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.
Bleibt die Frage, ob sich die Münchner einen Verkauf Olises in ein paar Jahren überhaupt vorstellen können oder ob man auf jeden Fall bis zum Vertragsende den gemeinsamen Weg gehen will – und kann. 200 Millionen Euro wären schließlich selbst für den FC Bayern kein Kleingeld.
„Uli Hoeneß hat ja vor ein paar Tagen den Frankfurtern den Rat gegeben, nicht immer die besten Spieler zu verkaufen. Da spricht man sich als reicher FC Bayern bisschen leicht, schließlich geben die Frankfurter ihre Spieler auch nicht gerne ab. Jetzt haben die Bayern bei Michael Olise, wenn es Richtung Vertragsende geht, die Chance, ihren Worten Taten folgen zu lassen“, erklärt Kumberger.
Man könne beweisen, dass man die besten Profis nicht zwingend verkaufen muss – selbst wenn 200 Millionen Euro geboten werden. Das Image als gute Adresse, die nicht vor dem großen Geld Angst haben muss, könne man obendrein verfestigen.
Steht der FC Bayern zu seinem Wort?
Die jüngsten Aussagen von Uli Hoeneß unterstreichen zumindest, dass die aktuelle Haltung des Klubs genau dieses Ziel verfolgt: Für den Ehrenpräsidenten kommt ein Olise-Abgang selbst bei derart horrenden Summen nicht infrage.
„Wir spielen dieses Spiel für unsere Fans. Wir haben 430.000 Mitglieder, wir haben viele Millionen Fans auf der ganzen Welt, und es nützt ihnen wenig, wenn wir 200 Millionen auf dem Konto haben und jeden Samstag deswegen schlechter Fußball spielen“, meinte Hoeneß mit Blick auf die gegenwärtigen Spekulationen.
Der 74-Jährige bezweifelt zudem, dass Liverpool wirklich ein 200-Millionen-Angebot geplant hat. Auch Kumberger hält die Olise-Gerüchte für ein „nettes Diskussionsthema“, aber die Quellenlage sei aktuell diffus.
Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.
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