Niklas Süle hat sich im Vorfeld der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dessen Angstgegner, dem FSV Mainz 05 (JETZT im SPORT1-LIVETICKER), im Youtube-Format ALL IN geäußert. Doch was hat es mit dem allseits bekannten Torjubel von Luca Toni auf sich?

„Ich habe ihn schon ein paar Mal persönlich kennengelernt. Ich mag ihn als Typ! Ich mag seinen Torjubel, den habe ich als Fan oder jüngerer Spieler auch gerne gemacht. Ich konnte mich dafür immer begeistern.“

Süle hat sich als Luca-Toni-Fan geoutet, den Torjubel habe er sich irgendwann abgeschaut: „Dann habe ich gesagt: Ey, das könnte auch ein Signature-Move für mich werden. Ich schieße leider nicht so viele Tore, aber wenn ich dann mal treffe, dann mache ich den Luca Toni.“

Süle und die “Grätsche Gottes“

Tatsächlich ist Süle nicht gerade als Torjäger bekannt, in der laufenden Saison konnte der Innenverteidiger erst einen Torerfolg verbuchen. Stattdessen sorgte die Monstergrätsche von Süle gegen Paris Saint-Germain für Schlagzeilen, der BVB sprach auf der eigenen Website sogar von der „Grätsche Gottes“.

„Ich weiß auch, dass eine Aktion war, die gewisse Wellen geschlagen hat“, sagte er. Es kommt nicht so oft vor, dass der Fuß da noch so rauszuckt, besonders, weil es wegen meiner Statur, von mir nicht gerade zu erwarten war.“

Allzu sehr abfeiern lassen, wollte sich Süle für diese Aktion nicht. „Ich bin schon eine Weile dabei. Ich weiß wie das Geschäft funktioniert. Es ist natürlich ein schmaler Grat, für so eine Grätsche gefeiert zu werden, oder danach der Depp zu sein.“ Das war Süle jedoch relativ egal: „Für mich war es wichtig, ein Tor zu verhindern. Dafür werde ich bezahlt. Das ist mein Job!“

Niklas Süle wird nach seiner Monster-Grätsche im Champions-League-Spiel gegen PSG abgefeiert. Geht es für ihn in dieser durchwachsenen Saison nun endlich bergauf?

Niklas Süle wird nach seiner Monster-Grätsche im Champions-League-Spiel gegen PSG abgefeiert. Geht es für ihn in dieser durchwachsenen Saison nun endlich bergauf?

Kampfansage für die Rückrunde

Im letzten Spiel vor der Winterpause, stand Süle abermals nicht in der Startelf. „In meiner bisherigen Karriere hatte ich das noch nicht, dass ich so wenig gespielt habe. Es motiviert mich und ich möchte in der Rückrunde hart an mir arbeiten. Ich bin der Meinung, dass ich ein Spieler bin, der Borussia Dortmund Woche für Woche und Spiel für Spiel helfen kann, seine Ziele zu erreichen“, räumte der 28-Jährige ein.

Dabei teilt der 1,95 Meter große Abwehrmann nicht immer die Meinung seines Trainers: „Ich war sehr unzufrieden, es ist nicht mein Anspruch, so wenig Einsatzzeiten zu bekommen. Ob ich die Meinung des Trainers immer teile, oder eins-zu-eins genau so sehe, sei dahingestellt.“

Schlussendlich bekräftigte Süle noch, dass der Austausch trotz alledem gut funktioniere: „Im Fußball hat man Leute, die einen aufstellen müssen – und auch mal eine eigene Meinung haben, oder etwas anders sehen. Aber, ich glaube, dass ich mit den Verantwortlichen und dem Verein an einem Strang ziehe.“

Süle wolle in der Rückrunde hart an sich arbeiten und in den Fokus von Bundestrainer Julian Nagelsmann spielen, „Ich will meine Leistung abrufen und hoffentlich werde ich eine Riesenoption für die erste Elf bei der EM im eigenen Land.“