Weil Trainer Xabi Alonso Bayer Leverkusen plötzlich zum Titelanwärter gemacht hat und die Werkself mit ihrem ansehnlichen Offensivpotenzial die Bundesliga dominiert, soll Real Madrid ihren ehemaligen Mittelfeld-Strategen bereits als Nachfolger von Noch-Trainer Carlo Ancelotti auf dem Zettel haben.

Laut Ex-Bayern-Star und SPORT1-Moderator Thomas Helmer darf sich aber auch der FCB Hoffnungen auf Alonso machen, vorausgesetzt die Verantwortlichen wünschen das.

Immerhin steht mit Thomas Tuchel ein absoluter Weltklasse-Trainer an der Seitenlinie und überzeugt – bis auf das Pokal-Aus gegen Saarbrücken – mit seiner Mannschaft in der Champions League und Bundesliga.

„Bayern hat sicherlich auch eine Chance – wenn sie wollen“

„Bayern hat sicherlich auch eine Chance (Alonso zu verpflichten, d. R.) – wenn sie wollen“, sagte der Europameister von 1996 bei ran. Allgemein betonte Helmer, dass er sich bei Alonso noch einen Verbleib für die kommende Spielzeit vorstellen kann, darüber hinaus jedoch nicht.

„Ich bin sicher, dass er irgendwann woanders landen wird. Ich weiß aber nicht, ob das schon nach dieser Saison gleich sein muss. Wobei: Wenn Real Madrid ruft….“, war Helmer zwiegespalten.

Angesprochen auf Tuchel und sein denkwürdiges Sky-Interview nach dem 4:0-Sieg in Dortmund erklärte Helmer, dass man die Situation besser hätte lösen können. „Ich hätte es anders gemacht“, kommentierte Helmer das Verhalten des Trainers. „Ich hätte es viel süffisanter gemacht.“

Helmer über Tuchel-Interview: „Hätte Lothar in den Arm genommen“

„Ich hätte Lothar (Matthäus, Anm. d. Red.) in den Arm genommen und gesagt: ‚Lothar, was würdest Du mir denn fürs nächste Spiel empfehlen? Sag‘s mir doch mal, dann mache ich das auch‘“, erklärte Helmer, für den das nach außen hin besser ausgesehen hätte. „Da hätte Lothar cool reagiert, der hätte gesagt: ‚Hut ab‘. Und dann wäre alles gut gewesen.“

Stattdessen drückte Tuchel wiederholt seinen Ärger über die Berichterstattung im Vorfeld des Klassikers aus und lieferte sich mit TV-Experte Matthäus ein verbales Scharmützel.

In der Folge erhielt Tuchel dafür jedoch Rückendeckung der Bayern-Bosse.