Union Berlin befindet sich weiter im freien Fall. Das Team von Trainer Urs Fischer kassierte beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim die vierte Bundesliga-Niederlage in Serie. Die Köpenicker musste sich gegen das Team von Frank Schmidt mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Insgesamt war es sogar die fünfte Pflichtspielpleite in Serie, die Berliner gehen angeschlagen in ihre Heimspielpremiere in der Champions am Dienstag gegen Sporting Braga.

Ein traumhafter Freistoß von Jan-Niklas Beste brachte den Gastgeber auf die Siegerstraße (59.). Wenige Minuten später entschied Schiedsrichter Sascha Stegemann auf Handelfmeter für Union Berlin. Nach Videostudium nahm er diesen aber dann zurück, der Ball flog nicht gegen die Hand, sondern gegen die Köpfe zweier Heidenheimer.

Heidenheim zieht an Union vorbei

Durch den zweiten Sieg seiner Bundesliga-Geschichte zog Heidenheim in der Tabelle an Union vorbei. Für Union steht dagegen die schlechteste Serie seit dem Beginn der Premierensaison im Oberhaus 2019 zu Buche. Die Berliner müssen sich vorerst nach unten orientieren, die Fischer-Elf rutsche vorerst auf Rang elf ab.

Alarmstimmung war bei Union unter der Woche trotz der sich häufenden Negativerlebnisse noch nicht aufgekommen. „Von Aktionismus“, betonte Fischer, „halte ich nicht viel“. Gegen Heidenheim sei es vielmehr das „Ziel, auf der zweiten guten Hälfte“ aus der jüngsten Niederlage gegen die TSG Hoffenheim aufzubauen.

Das gelang nur zum Teil. Beide Mannschaften suchten im eigenen Ballbesitz den schnellen Weg nach vorne. Spielkontrolle konnte dadurch niemand übernehmen, vielmehr entwickelte sich eine rasante Partie mit einigen Chancen – die größten hatten jeweils Sheraldo Becker (9.) für Union und Tim Kleindienst (16.) für die Gastgeber, beide trafen jedoch nur das Außennetz.

Union verzweifelt an Müller

Union gelangen in der ersten Halbzeit zwar insgesamt die flüssigeren Kombinationen, gerade bei Kontern zeigten sich die Köpenicker aber oft anfällig. Besonders der auffällige Eren Dinkci leitete für Heidenheim immer wieder gefährliche Gegenangriffe ein, die aber am letzten Pass oder einem zu ungenauen Abschluss scheiterten – wie auf der Gegenseite Kevin Behrens (34.) und Alex Kral (37.) am Heidenheimer Torwart Kevin Müller.

Der musste auch in der zweiten Halbzeit direkt eingreifen. Erneut war es Behrens (48.), der Müller aus kurzer Distanz zu einer starken Parade zwang und im Nachschuss nur den Pfosten traf. Doch auch Heidenheim blieb aktiv, stellte Union vor Probleme – und belohnte sich in Person von Beste traumhaft schön für einen starken Auftritt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)