Der FC Bayern hat bei der Suche nach einem neuen Sportvorstand keine Eile.

„Prinzipiell wollen wir wieder einen Sportvorstand haben, das ist auch wichtig für einen Fußballklub. Aber eins ist auch ganz klar: Hier geht Qualität vor Schnelligkeit“, sagte Klubpräsident Herbert Hainer bei Bild-TV.

Der deutsche Meister sucht einen Nachfolger von Hasan Salihamidzic, der wie Vorstandsboss Oliver Kahn nach dem Saisonfinale abgesetzt wurde. Namen wollte Hainer keine nennen, er stellte aber klar: „Die Leute, die wir suchen, sitzen ja nicht zuhause und drehen Däumchen, sondern die stehen in der Regel irgendwo unter Vertrag.“

Immer wieder gehandelt wird Max Eberl, der derzeit für RB Leipzig tätig ist. Angesprochen auf den Ex-Profi des FCB blockte Hainer ab – dementierte das kolportierte Interesse seines Klubs aber auch nicht.

Eberl selbst hatte zuletzt auf die Gerüchte reagiert: „Fakt ist, dass ich in München groß geworden bin und Bayern München mein Jugendverein ist. Dass meine Eltern noch in München wohnen, ist die große Beziehung, die ich zu München habe“, sagte Leipzigs Sportchef und fügte an: „Aber es gibt auch den Fakt, dass ich in Leipzig Vertrag habe.“

Diese Gruppe kümmert sich um Bayern-Transfers

„Werde jetzt hier keine Namen diskutieren“, meinte der Bayern-Boss, der die Münchner aber auch so gut aufgestellt sieht: „Als damals Matthias Sammer wegging, hatten wir über ein Jahr keinen Sportvorstand und wir sind trotzdem deutscher Meister geworden.“ Ob es zu einem ähnlichen Szenario kommen könnte?

Derzeit sei eine mehrköpfige Gruppe mit der Kaderplanung betraut: „Mit Karl-Heinz Rummenigge, mit Uli Hoeneß, mit Thomas Tuchel, mit Marco Neppe, mit Jan-Christian Dreesen, Michael Diederich und meiner Wenigkeit eine Gruppe zusammengestellt, die sich intensiv um den Transfermarkt kümmert.“

Bayern-Präsident Herbert Hainer offenbart ambitionierte Ziele für die anstehende Transferperiode. Laut ihm sei der Rekordmeister in der Lage in diesem Sommer einen 100-Millionen-Euro-Transfer zu realisieren.

Bayern-Präsident Herbert Hainer offenbart ambitionierte Ziele für die anstehende Transferperiode. Laut ihm sei der Rekordmeister in der Lage in diesem Sommer einen 100-Millionen-Euro-Transfer zu realisieren.

Dass eventuell sogar zu viele Entscheider am Kader basteln, befürchtet er derweil nicht. Gerade mit Hoeneß und Rummenigge könne man auf „geballtes Fußballwissen und geballtes Wissen über den FC Bayern“ zurückgreifen.

Nun wolle man das neue Team mit Ruhe und Gewissenhaftigkeit aufbauen. Bayern hat mit Konrad Laimer bereits einen ersten Transfer bekannt gegeben. Mit Raphael Guerreiro sei man sich prinzipiell einig, gab Hainer zudem bekannt.