Gladbach-Trainer Daniel Farke hat nach dem Spiel gegen den FC Bayern Verständnis für die Reaktion seines Trainerkollegen Julian Nagelsmann gezeigt. Der 46-Jährige nahm den Münchner in Schutz, der sich zuvor zu emotionalen Äußerungen hinreißen ließ.

„Also ich habe seinen Ausraster selbst gar nicht mitbekommen, deswegen kann ich das nicht kommentieren. Aber ich habe Verständnis für Emotionen von Trainerkollegen. Mir ging es beim letzten Spiel (bei Hertha BSC, Anm. d. Red.) ähnlich. Deswegen kann ich das zu einhundert Prozent nachvollziehen, dass man emotional ist“, erklärte Farke auf der Pressekonferenz nach der Partie. (NEWS: Das muss Nagelsmann klar sein)

Bayern-Trainer Nagelsmann hatte nach Abpfiff die Worte „weichgespültes Pack“ in den Mund genommen, was der 35-Jährige bei SPORT1 bestätigte. „Ja, aber damit meine ich ja nicht immer die Schiedsrichter“, betonte er in der Mixed Zone. Grund für seine Wut war eine Rote Karte für Dayot Upamecano, nachdem dieser früh in der Partie eine mögliche Großchance von Alassane Pléa als letzter Mann vereitelte. (EXKLUSIV: Bayern-Wirbel! Jetzt spricht Pléa!)

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Schiedsrichter Tobias Welz entschied sich ohne Hilfe des VAR für den Platzverweis, was Nagelsmann nicht wahrhaben wollte. Später entschuldigte sich der Bayern-Trainer für seine Wortwahl in den sozialen Medien.

Farke überrascht mit Aussage

Farke selbst hatte nach Abpfiff die strittige Szene noch gar nicht gesehen: „Du kriegst eine solche Szene aus heiterem Himmel nicht geschenkt. Wir haben uns das gut herausgespielt. (…). Ich habe es im Spiel so wahrgenommen, dass er irgendwie ein leichtes Ziehen bekommt und dadurch aus dem Tritt kommt und dann nicht die Situation zum 1:0 nutzen kann. In dem Tempo glaube ich, reicht natürlich schon ein leichter Schubser.“

In der Folge überraschte der Gladbach-Coach mit einer Aussage zu der Situation. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich etwas geärgert. Ich hätte lieber das 1:0 als die Rote Karte in der Szene genommen“, meinte Farke.

„Klar ist es ein Unterschied, ob du gegen zehn oder elf spielst, das ist natürlich ein Vorteil. Aber gegen Bayern macht es von der Spielanlage gar nicht so viel aus. Ich hätte lieber das 1:0 in dem Moment genommen. Es gibt auch gar keinen Grund für Lasso Pléa, in einer Eins-Gegen-Eins-Situation, sich da fallen zu lassen. Das ist normal ein sicheres Tor für ihn. Deswegen glaube ich, war es schon eine Rote Karte, ohne es jetzt gesehen zu haben“, erklärte der 46-Jährige seine Meinung.

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