Der Wechsel von Robert Lewandowski vom FC Bayern zum FC Barcelona hat wochenlang für Wirbel gesorgt.

Unter anderem, weil Barca trotz hoher Schulden viel Geld für den langjährigen Stürmerstar der Bayern ausgab – was Trainer Julian Nagelsmann nach dem Transfer öffentlich hinterfragt hatte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Nun hat sich Bayerns-Präsident Herbert Hainer in die Debatte zur Finanzlage der Katalanen eingeschaltet – und erklärt, warum er auf frische Einnahmen bei Lewandowskis neuem Klub hofft.

„Ich kann nicht über Interna berichten, die ich nicht kenne“, sagte Hainer bei Sky: „Aber was ich lese ist, dass sie bestimmte Rechte verkaufen, seien es Medienrechte oder die Namensrechte am Stadion. Ich vermute mal, dass dadurch wieder Geld reinkommt, das sie auch reinvestieren können.“ Und weiter: „Ich hoffe, dass es so ist, denn wir kriegen ja auch für Lewandowski Geld.“

Hainer über Lewandowski: Froh, dass es vorbei ist

Sportlich hinterlasse der Angreifer eine „große Lücke“. Trotz der Nebengeräusche beim Transfer zu Barca sei nichts Negatives hängengeblieben: „Wir haben acht tolle Jahre mit ihm gehabt.“

Letztlich sei der Abgang des Polen für mindestens 45 Millionen Euro „eine Win-win-Situation. Barcelona ist froh, dass er dorthin konnte. Wir sind froh, dass das Thema durch ist und wir haben Geld, um in die Zukunft zu investieren.“

Apropos investieren: Hainer bezog auch zum kontroversen Thema 50+1 Stellung, das die Bundesliga seit Jahren bewegt. Und gab einen Sinneswandel zu.

„Ich war sehr lange ein Fan von 50+1, weil ich immer gesagt habe, die Mehrheit sollte dem Verein gehören. Aber ich muss sagen, dass ich meine Meinung zum Teil geändert habe und glaube, dass jeder Verein selber entscheiden sollte, wie viel er bereit ist, von seinem Kapital abzugeben.“ Bayerns Vorstandsboss Oliver Kahn hatte sich zuletzt ähnlich geäußert.

Julian Nagelsmann wunderte sich, dass das verschuldete Barca groß einkauft. Sein Chef Oliver Kahn mahnt den Bayern-Coach zur Vorsicht bei seinem Urteil.

Julian Nagelsmann wunderte sich, dass das verschuldete Barca groß einkauft. Sein Chef Oliver Kahn mahnt den Bayern-Coach zur Vorsicht bei seinem Urteil.

„Wenn ein anderer Verein glaubt, er braucht mehr Geld, damit er eben auch sportlich erfolgreich sein kann, dann müssen es am Ende des Tages die Mitglieder entscheiden“, meinte Hainer. „Insofern bin ich der Meinung, dass 50+1 noch mal überdacht werden muss.“

Bayern-Boss spricht über Vertrag von Salihamidzic

Redebedarf gebe es auch bei einer Personalie in der Führungsetage des FCB. Der Vertrag von Sportvorstand Hasan Salihamidzic läuft im nächsten Sommer aus, Hainer kündigte Gespräche an.

„Wir haben gesagt, dass wir erstmal die Transferperiode abwarten. Wir haben alle genügend zu tun. Sobald die vorbei ist, machen wir noch ein paar Tage Urlaub, dann setzen wir uns hin.“ Man habe noch ausreichend Zeit: „Dann reden wir miteinander und machen Nägel mit Köpfen.“ (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Mit der Arbeit des Kader-Machers sei er „absolut zufrieden. Dem Hasan macht es auch unheimlich Spaß. Auch, weil er jetzt die Anerkennung für seine Arbeit bekommt. Ich bin da sehr zuversichtlich.“

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