Alan Aussi hat mit seinen 20 Jahren schon einiges durchgemacht. Als Teenager musste er einst vor dem Bürgerkrieg im Donbass fliehen, zuletzt vertrieb ihn der russische Angriffskrieg auch aus seiner Heimatstadt Donezk.
Der junge Fußballer hat bei Borussia Dortmund Zuflucht gefunden, trainiert dort bei der U23 des Bundesligisten. Beim Benefizspiel des BVB gegen Dynamo Kiew am Dienstag, den 26. April, wird Aussi als Gastspieler für die Schwarz-Gelben zum Einsatz kommen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
„Ich bin dem BVB dankbar, dass er nicht abseits steht und in einer schwierigen Zeit meinem Land hilft und Geld für die Opfer in der Ukraine sammelt“, sagte der Verteidiger den Ruhr Nachrichten, denen er zuvor auch schon seine bewegende Geschichte erzählt hatte.
Aussi spielt eigentlich für die zweite Mannschaft von Dynamo, kurz vor Kriegsbeginn war er an Veres Rivne ausgeliehen worden. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Ein Spiel im Zeichen des Krieges
Die Dynamo-Mannschaft „musste ja aus Kiew fliehen und absolviert jetzt in Bukarest quasi eine Art Trainingslager“, erklärte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer zuletzt bei Sky: „Das Team besteht vorwiegend aus ukrainischen Nationalspielern, die Anfang Juni noch das Playoff-Spiel gegen Schottland vor Augen haben und Spielpraxis sammeln müssen.“
Daher habe man einem Freundschaftsspiel gegen Kiew zugesagt, meinte der BVB-Boss weiter. „Es ist ein Spiel, das im Zeichen dieses Krieges steht und wir wollen natürlich auch die Möglichkeit nutzen, für die Betroffenen Aufmerksamkeit zu schaffen und so viel Geld wie möglich zusammenzuspielen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
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„Ich habe als Spieler schon Spiele in großen Stadien erlebt, aber noch nicht in so großen wie dem Signal Iduna Park mit seiner großartigen Kulisse – da bin ich natürlich dann schon etwas aufgeregt“, sagt Aussi, der das Spiel „so professionell wie möglich“ angehen will.
„Wir freuen uns über jeden einzelnen Fußballfan, egal welche Farben er trägt, und über jeden einzelnen Menschen, der eine Eintrittskarte kauft, um den vom Krieg so schwer getroffenen Ukrainern zu helfen“, sagt BVB-Coach Marco Rose.
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