Wenn es dem FC Bayern an die Ehre geht, versteht der Verein keinen Spaß.

Weil Scout Dieter Schatzschneider von Hannover 96 die Münchner in einem Bild-Interview im Mai 2015 als „Piss-Mannschaft“ bezeichnet hatte, zeigte der FCB den früheren Torjäger an. Der Vorwurf: Beleidigung.

Verfahren eingestellt

Schatzschneider muss für seine Äußerung nun blechen: Denn die Staatsanwaltschaft München I stellte das Ermittlungsverfahren ein – gegen die Auflage, einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen.

Dies bestätigte ein Sprecher der Behörde auf SPORT1-Nachfrage.

Nach Informationen der Neuen Presse muss Schatzschneider 2000 Euro an die Kinderkrebshilfe bezahlen.

„Ein echter Roter“

Sein Anwalt Fritz Willig sagte der Zeitung: „Eine faire und vernünftige Entscheidung“.

Zu Schatzschneiders unfeiner Wortwahl erklärte Willig: „Schatzi ist eben ein echter Roter“. Er bedaure seine Aussage aber und habe sich umgehend entschuldigt.

Das Interview hatte Schatzschneider gegeben, nachdem die Bayern vergangene Saison mit 1:2 gegen Hannovers damaligen Konkurrenten im Abstiegskampf SC Freiburg verloren hatten.

Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola hatte die Meisterschaft zum damaligen Zeitpunkt schon sicher.

Sebastian Mittag, Jahrgang 1983, ist seit November 2019 Head of Video bei SPORT1. Davor ab März 2018 Teamleiter Video, ab Januar 2017 Redakteur in der Online- und Video-Redaktion, ab 2013 freier Mitarbeiter...