Vor dem Ligaspiel von Benfica gegen Estoril am Samstag wurde die Zukunft von José Mourinho erneut zum großen Thema. Der Portugiese wird seit Tagen mit einem Comeback bei Real Madrid in Verbindung gebracht und musste sich den entsprechenden Fragen stellen. In der Medienrunde rückte somit nicht die Taktik, sondern das Thema Trainer in den Fokus.

Zu einer möglichen Verlängerung seines Vertrages in Lissabon sprach der „Special One“ auffallend offen. „Am Mittwoch hat mein Agent das schriftliche Angebot von Benfica erhalten. Und ich habe gesagt: Nein, das will ich nicht. Jetzt will ich nichts. Am Sonntag, ja“, erklärte Mourinho. Er wolle sich also erst nach dem Wochenende festlegen.

Ein Kontakt nach Madrid? Mourinho wischte die Spekulationen weg: „Mit Real Madrid hatte ich keinen Kontakt. Weder mit dem Präsidenten noch mit irgendeiner wichtigen Person der Klubstruktur.“ Gleichzeitig machte er klar, dass die kommenden Tage entscheidend für seine Zukunft sein werden.

Kehrt José Mourinho zu Real Madrid zurück?
Kehrt José Mourinho zu Real Madrid zurück?Kehrt José Mourinho zu Real Madrid zurück?© IMAGO/Action Plus

Florentino-Frage? Mourinho blockt ab

Auch zur Pressekonferenz von Florentino Pérez vom vergangenen Mittwoch wollte Mourinho sich nicht äußern. Schon die Nachfrage ließ ihn demonstrativ auf Distanz gehen. „Ich habe sie nicht gesehen. Und selbst wenn – wer bin ich, ein Interview eines Präsidenten zu kommentieren? Das mache ich nie, und schon gar nicht bei einem Präsidenten mit der Geschichte von Don Florentino“, sagte er.

Ein brisantes Detail: Perez hatte Mourinho in einem TV-Auftritt zuletzt ausdrücklich gelobt und ihm einen Anteil daran zugeschrieben, dass Real sportlich wieder bissiger geworden ist. Nach dem 2:2 gegen Braga hatte Mourinho eine Verlängerung ohnehin nicht zur Priorität erklärt. Nun verwies er auf eine klare Zeitschiene mit Benfica: „Wir haben ein Fenster von acht oder zehn Tagen, um zu sehen, was es gibt, und dann zu entscheiden.“

Für zusätzliche Würze sorgt Álvaro Arbeloa, aktueller Cheftrainer in Madrid und ein alter Vertrauter Mourinhos. „Er ist ein Freund. Er hat für mich alles gegeben, Seele und Leben“, schwärmte Mourinho. Und er machte deutlich, wie sehr ihn diese Personalie emotional berührt. Wenn es ohnehin eine Verbindung zwischen Real und ihm gebe, „dann wird sie mit Álvaro auf der Bank noch größer – und mein Wunsch, dass alles gut läuft“.

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