Der ehemalige österreichische Nationaltorhüter und frühere Bundesliga-Torwart Alexander Manninger ist am Donnerstag bei einem Zugunglück ums Leben gekommen. Das berichtet die ansässige Polizei. Der Unfall ereignete sich in Nußdorf am Haunsberg in der Nähe von Salzburg. Manninger wurde 48 Jahre alt.
Manninger soll bei einem unbeschrankten Bahnübergang mit seinem Pkw vom Zug erfasst worden sein. Sein Auto, ein moderner Minivan, wurde dabei schwer beschädigt und mitgeschleift.
Laut der Polizei Salzburg ereignete sich der Unfall am Donnerstagmorgen um 8.20 Uhr. Für den Ex-Fußballer kam jegliche Hilfe zu spät.
Manninger hatte von 2012 bis 2016 für den FC Augsburg gespielt und in dieser Zeit insgesamt 36 Bundesligaspiele bestritten. Er stand in seiner Karriere zudem unter anderem bei einigen italienischen Klubs, darunter Juventus Turin, und dem FC Arsenal unter Vertrag. Für die österreichische Nationalmannschaft lief er 33-mal auf. Er beendete seine Karriere im Mai 2017 nach 22 Jahren im Profibereich beim FC Liverpool.
Salzburger Klubs trauern um Manninger
Sein Ex-Klub Red Bull Salzburg drückte seine Trauer um Manninger aus. „Wir trauern um unseren ehemaligen Torhüter Alexander Manninger, der tragisch bei einem Verkehrsunfall verunglückt ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden. Ruhe in Frieden, Alexander“, schrieb der Verein in einer Mitteilung auf X.
Auch Austria Salzburg, wo Manninger von 1984 bis 1996 spielte, reagierte. „In diesen schweren Stunden gilt unser tief empfundenes Mitgefühl seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahegestanden sind. Die Gedanken der gesamten Austria sind bei euch. Ruhe in Frieden, Alexander!“, schrieb die Austria bei X.
„Alexander Manninger war auf und neben dem Platz ein herausragender Botschafter des österreichischen Fußballs. Mit seiner internationalen Karriere hat er Maßstäbe gesetzt und viele junge Torhüter inspiriert und geprägt. Seine Professionalität, seine Ruhe und seine Verlässlichkeit haben ihn zu einem wichtigen Bestandteil seiner Mannschaften und auch des Nationalteams gemacht“, wird ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel in einer Mitteilung zitiert: „Seine Leistungen verdienen höchsten Respekt und werden unvergessen bleiben. In dieser schweren Zeit sind unsere Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“
— mit Sport-Informations-Dienst (SID)