Eintracht Frankfurt hat in der vergangenen Europa-League-Saison einen überragenden Lauf hingelegt – am Ende stand der verdiente Titel.

Für die Verantwortlichen beim Ballon d‘Or zu wenig, denn die Mannschaft von Oliver Glasner war nicht einmal für die Wahl des besten Teams nominiert.

Die Nicht-Nominierung sorgte im Eintracht-Lager nicht nur Verwunderung, sondern stieß dem ein oder anderen auch sauer auf. (NEWS: Alle Ergebnisse des Ballon d‘Or im Überblick).

„Eintracht hat die Euro-League gewonnen und ganz Fußball-Europa begeistert. Mehr Sensation geht nicht.“, ärgerte sich Kult-Coach und Ex-Trainer Dragoslav Stepanovic über die fehlende Berücksichtigung.

Sport-Vorstand Markus Krösche legte nach: „Wahnsinn! Ich habe mich auch gewundert.“, verriet er kopfschüttelnd der Bild.

„Das sagt viel über die Wahl aus…“

Auch Vorstandssprecher Axel Hellmann hat eine klare Meinung über die Wahl: „Wenn man wirklich eine außergewöhnliche Leistung einer Mannschaft würdigen wollte, wäre man an Eintracht Frankfurt nicht vorbeigekommen. Das sagt viel über diese Wahl aus…“, schimpfte der 51 Jährige.

Zur Wahl für das beste Team standen Manchester City, Liverpool und Real Madrid. Die Auszeichnung ging zur Überraschung vieler Fans nicht an die Königlichen, die in der vergangenen Saison drei Titel holten, darunter Meisterschaft, Pokal und vor allem die Champions League.

Die Citizens mit Trainer Pep Guardiola gingen als Sieger hervor. Real landete hinter den Reds sogar nur auf Platz drei, was Toni Kroos und weiteren Real-Anhängern nicht gerade begeisterte.

„Franzosen ticken halt anders…“, sagte Stepanovic.

Allerdings muss berücksichtigt werden, dass bei der Wahl nicht nur die Herrenmannschaft, sondern auch das Frauen-Team in die Entscheidung einfloss.

Trapp nicht in den Top-5 bei den Torhütern

Doch nicht nur die Wahl des besten Teams ließ aus Eintracht-Sicht zu wünschen übrig. Auch die Platzierung von Kevin Trapp bei der Wahl des besten Torhüters war nicht zufriedenstellend.

Sieger war Real-Schlussmann Thibaut Courtois, Trapp, der in der vergangenen Saison mit sensationellen Paraden glänzte, landete auf dem sechsten Platz – immerhin einen Rang vor Bayern-Kapitän Manuel Neuer.

„Kevin ist für mich zurzeit der beste deutsche Torwart“, kommentierte Uli Stein gegenüber der Bild.