Am Wochenende wird Werder eingeholt an der Tabellenspitze. Und zwar vom FC Bayern.
Die einst im Jahre 1965 aufgestiegenen Münchner werden dann in der ewigen Tabelle der Bundesliga genauso viele Spiele gemacht haben, wie Gründungsmitglied Werder Bremen, nämlich 1934.
In der nächsten Woche ziehen die Bayern dann vorbei und die Bremer sind ihren Rekord los, von dem sie doch eigentlich dachten, er sei für die Ewigkeit. Spätfolgen des Werder-Abstiegs.
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nCAPTION: 9PLUS1: Alle Infos vor FC Heidenheim gegen Werder Bremen
nDESCRIPTION: News, Hintergründe und Fakten zum Bundesliga-Wochenende. Alle wichtigen Infos im Vorfeld der Spiele gibt es hier bei "9PLUS1".
Werber-Absturz in die Zweite Liga
Wisst ihr noch? Heute vor einem Jahr? Werder lag auf Platz 12 der Bundesliga und nach dem 2:0 im Nachholspiel in Bielefeld standen die Zeichen bei elf Punkten Vorsprung vor dem Relegationsplatz auf Tiefenentspannung.
Und dann begann der beispiellose Bremer Kollaps mit zehn Niederlagen in elf Spielen, einem viel zu langen Treuebekenntnis zu Florian Kohfeldt, einem entsprechend viel zu späten Schaaf-Impuls, der finalen Heim-Niederlage gegen Mönchengladbach am letzten Spieltag und dem damit feststehenden und für unmöglich gehaltenen Bundesliga-Abstieg nach 40 Jahren.
Werder war ein Scherbenhaufen und Baumann war der Buhmann. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)
Bremens Sportchef behielt aber trotz aller, auch durchaus berechtigten, Kritik kühlen Kopf und hielt dem enormen Druck stand, unter schwierigsten coronabedingten wirtschaftlichen Umständen den Verein bis zur allerletzten Transfer-Sekunde finanziell und sportlich neu aufzustellen.
Ich erinnere mich allzu gut an unser erstes Samstags-Topspiel im Juli zwischen Bremen und Hannover (1:1). Da spielten bei Werder noch Osako, Sargent und die Eggesteins. Das Tor für 96 erzielte Marvin Duksch, den Baumann dann Ende August zum 5. Spieltag als finalen Top-Transfer verpflichten konnte.
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nCAPTION: SV Werder Bremen – Hannover 96 (1:1): Highlights im Video | 2. Bundesliga
nDESCRIPTION: Werder Bremen schafft in einem emotionalen Nordderby gegen Hannover nur ein Remis. Marvin Ducksch trifft mit einem sehenswerten Lupfer für die 96er.
Werder Bremen kämpft sich zurück
Das neue Projekt nahm Fahrt auf, aber sehr, sehr schwerfällig. Dass Mitte November Impf-Lügner Markus Anfang auf dem Trainer-Posten Platz machte, wurde für Baumann und Werder dann letztlich zum Glücksfall.
Seit Ole Werner da ist, segelt Bremen souverän durch die Liga und scheint unaufhaltsam den Wiederaufstieg klar zu ziehen. Unter ihm gewann Werder neun der letzten zehn Spiele, ist als einziges Team der 2. Liga in 2022 ungeschlagen und zeigt auch in schwierigen Spielen mentale Stabilität, wie zuletzt beim gedrehten Sieg gegen Dresden.
Toprak und Bittencourt präsentieren sich als die erhofften Leader, Duksch und Füllkrug bilden mit ihren gemeinsam 28 Treffern das statistisch beste Bremer Sturmduo aller Zeiten.
Der SV Werder Bremen hat das Nordderby für sich entschieden. Im Anschluss feiern sie ihren Derbyhelden Marvin Ducksch.
Bremen kletterte von Platz 10 auf 1. Alles läuft perfekt unter „Werder-Werner“. Und wer hätte vor Monaten für möglich gehalten, dass Frank Baumann seinen Vertrag bis 2024 verlängern würde.
Die Mission Wiederaufstieg könnte gelingen
Am Samstag geht es nun zum Top-Spiel nach Heidenheim. Da werden Erinnerungen wach an die gruseligen Relegationsspiele, in denen sich Bremen 2020 haarscharf zum Klassenerhalt zitterte. (2. Bundesliga: 1. FC Heidenheim – Werder Bremen, Samstag 20.30 Uhr im LIVETICKER)
Dieses Mal kommt Werder mit breiter Brust und als klarer Favorit. Aber die Heidenheimer Höhenluft in der Voith-Arena auf dem Schlossberg tat schon so manchem Gegner gar nicht gut. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)
Heidenheim ist die zweitbeste Heim-Mannschaft und damit eine Hürde, die auch Werder erst mal nehmen muss. Eine Niederlage wäre der erste kleine Tiefpunkt unter Ole Werner, auf den man dann samstags drauf im Top-Spiel gegen Darmstadt eine Reaktion zeigen müsste. Ziemlich viel Konjunktiv, aber durchaus denkbar.
Bei Werder wird man wissen, dass der Weg ins Ziel weitere Stabilität erfordert. Es spricht aktuell alles für einen Wiederaufstieg, aber gerade in Bremen ist man gewarnt, wie drastisch sich Dinge ab Mitte März in einer laufenden Saison noch ändern können.
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