Nach dem überraschenden 2:0-Sieg gegen die Türkei wurde Nestory Irankunda emotional: Mit seinem Treffer in der 27. Minute hatte er Australien im ersten WM-Spiel auf Kurs gebracht, vor dem türkischen Schlussmann Ugurcan Cakir blieb er eiskalt.

„Es ist eine Ehre, ein Traum wird wahr für mich. Das ist episch, wir haben gekämpft bis zum Ende und alles gegeben“, schwärmte der 20-Jährige, der von 2024 bis 2025 ein Jahr für die Zweitvertretung des FC Bayern aufgelaufen war und danach zum FC Watford in die englische Championship weiterzog.

Nestory Irankunda erzielte sein erstes WM-Tor
Nestory Irankunda erzielte sein erstes WM-TorNestory Irankunda erzielte sein erstes WM-Tor© IMAGO/Xinhua

Nicht nur ebnete Irankunda den Socceroos durch sein Tor den Weg zum Erfolg gegen favorisierte Türken, der Treffer hatte auch eine historische Komponente. Er ist nun der jüngste WM-Torschütze in der Geschichte Australiens. Der Treffer sei zum „richtigen Zeitpunkt“ gefallen.

WM-Überraschung: „Wir haben die Tore geschossen!“

Dass die Spielweise seines Teams nicht besonders attraktiv ausfiel und Australien lediglich 28 Prozent Ballbesitz verzeichnete, war Irankunda völlig egal: „Die Leute unterschätzen uns oft. Wir haben gezeigt, dass wir spielen können. Klar, sie hatten viel mehr Ballbesitz, aber wer hat die Tore geschossen? Wir haben die Tore geschossen!“

Bei seinem Torjubel – Irankunda boxte in die Luft – erinnerte er an eine australische Fußballlegende: Rekordtorjäger Tim Cahill. „Er war meine größte Inspiration. Wenn es um Fußball geht, sind das er und Lionel Messi. Tim Cahill ist meiner Meinung nach Australiens Größter“, sagte Irankunda.

Mit Connor Metcalfe von Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli (75.) legte später ein weiterer Spieler mit Deutschland-Bezug nach. In Gruppe D hat Australien somit beste Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde und reiht sich hinter den USA (4:1 gegen Paraguay) auf Rang zwei ein.

Der Gastgeber ist gleichzeitig am Freitag in Seattle der nächste Gegner. Die Socceroos wollen bei ihrer siebten WM-Teilnahme wie vor vier Jahren in Katar in die K.o.-Runde einziehen.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)