Der FC Bayern hat im Finale der Basketball Bundesliga (BBL) gegen ALBA Berlin vorgelegt und bleibt in den Playoffs ungeschlagen.

Bei der Abschiedsvorstellung von Trainer Svetislav Pesic setzten sich die Münchner vor eigenem Publikum, zu dem auch der verletzte Fußball-Nationalspieler Lennart Karl gehörte, im Klassiker mit 102:94 (58:55) durch.

Uli Hoeneß beim Bayern-Spiel in München
Uli Hoeneß beim Bayern-Spiel in MünchenUli Hoeneß beim Bayern-Spiel in München© IMAGO/Sven Simon

„Das war eines der besten, wenn nicht sogar das beste Spiel der BBL-Geschichte, was ich erlebt habe“, schwärmte Pesic nach dem Spiel auf der PK: „Beide Mannschaften haben überragend getroffen. Dass beide Teams in einem Finale so gut treffen, habe ich noch nie gesehen. Das war ein richtiges Festival für den Basketball.“

Begeistert zeigte sich auch Bayern-Star Justus Hollatz über das Spiel, was die Fans im SAP Garden regelmäßig aus den Sitzen riss: „Es war wild, es war sehr schnell. Da war man auch mal sehr schnell aus der Puste, aber es war geil zu zocken.“

BBL: Hoeneß feiert

Auf der Tribüne waren auch die Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Herbert Hainer zu finden, die den Sieg euphorisch feierten. Auch sie riss das spektakuläre Spiel, was beide Teams auf dem Parkett lieferten mit.

Zwei weitere Siege sind für die erfolgreiche Titelverteidigung nötig. Den Bayern winkt der erste „Threepeat“ der Klubgeschichte, schon 2024 war der Titel an den siebenmaligen Meister gegangen.

Für das Team des 76-jährigen Pesic, der seine Karriere nach dieser Saison beendet, war Welt- und Europameister Andreas Obst der Topscorer (33 Punkte). Für Herausforderer ALBA verbuchte Norris Agbakoko 21 Punkte.

Pesic ist damit einem Meilenstein ein Stück näher gekommen, der gebürtige Serbe könnte als erster Trainer in vier verschiedenen Jahrzehnten den deutschen Meistertitel holen. 1997, 1998, 1999 und 2000 triumphierte Pesic mit Berlin, 2014 mit München.

Zum insgesamt zehnten Mal stehen sich die Rivalen aus München und Berlin in einer Playoffserie gegenüber, zum siebten Mal im Finale – Rekord, kein Duell gab es in der Bundesliga häufiger.

Bayern zieht davon

Im Dauerduell hielt der Underdog aus der Hauptstadt lange mit, Bayern zog zu Beginn des Schlussviertels jedoch bis auf zehn Zähler davon. Zwischenzeitlich kam Alba wieder heran, konnte das Spiel aber nicht mehr drehen.

Der Hauptrundensieger aus München hatte das Achtelfinale gegen Aufsteiger Trier und auch das Viertelfinale gegen Bonn nach drei Siegen jeweils schnellstmöglich beendet. Den längsten Weg nahm dagegen Alba. Gegen Vechta und Bamberg kam der frühere Serienmeister jeweils mit 3:2 weiter.

Am Sonntag (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) steigt erneut im SAP Garden Spiel Nummer zwei. Gewinnen die Bayern noch einmal, gibt es am Mittwoch in Berlin den ersten Matchball.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)