Nach seinem Aus bei der Vuelta hatte Primoz Roglic schwere Vorwürfe erhoben.

„Er kam von hinten und riss mir den Lenker aus den Händen, bevor ich reagiere konnte“, behauptete er auf der Homepage seines Teams Jumbo-Visma. Gemeint war Fred Wright.

Der Beschuldigte ließ das so nicht auf sich sitzen. „Ich denke nicht, dass die Vorwürfe fair sind. Ich habe mir mit meinem Team die Bilder heute Abend nochmal angeschaut und ich glaube ehrlicherweise nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe. Es war nur ein Renn-Unfall“, schrieb er auf Twitter.

In der Radsport-Szene kommt Roglics Kritik ohnehin nicht gut an. In den sozialen Netzwerken bekommt er selbst reichlich Kritik für die erhobenen Vorwürfe – und auch ein früherer deutscher Rad-Star hat dafür kein Verständnis.

„Ein Sturz ist Pech. Zwei Stürze können auch Pech sein. Aber wenn man seit Jahren bei jeder großen Rundfahrt mindestens ein Mal stürzt, musst Du den Fehler höchstwahrscheinlich bei Dir selbst suchen“, sagte Ex-Profi Jens Voigt bei Eurosport. Zudem fügte er an: „Du kannst nicht seit Jahren regelmäßig spektakuläre Stürze haben und immer auf andere schimpfen.“