Der mehrfache Weltmeister im Jiu-Jitsu Leandro Lo ist tot.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurde Lo im Alter von 33 Jahren auf einer Party in Sao Paulo erschossen – mutmaßlich von einem Polizisten außer Dienst.

Vom Tod des Brasilianers berichtet unter anderem die spanische Zeitung Marca, die auch Angaben zum Tathergang macht. Der Kampfsportler sei auf der Party mit einem betrunkenen Gast aneinandergeraten.

Der mutmaßliche Täter habe zunächst versucht, Lo mit einer Flasche zu schlagen. Hier soll der Kampfsportler den Polizisten außer Dienst noch überzeugt haben, die Flasche wegzulegen.

Anschließend soll Lo ihn dann zu Boden gebracht haben. Kurz darauf soll der Täter aber eine Waffe gezogen und dem achtmaligen Weltmeister in den Kopf geschossen haben.

Lo wird im Krankenhaus für hirntot erklärt

Der Anwalt der Familie Lo, Ivan Siqueira Junior, erklärte, dass Lo und seine Freunde vorher versucht hätten, eine Eskalation des Vorfalls zu verhindern.

Laut Angaben der Familie habe Lo beim Angriff „irreversible Schäden“ erlitten. Obwohl er sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, wurde er laut BBC dort für hirntot erklärt.

Der brasilianische Jiu-Jitsu-Verband reagierte geschockt auf den Tod seines Athleten.

„Das Idol einer Sportart, Leandro Lo, verlässt uns physisch. Wir erweisen dem Mann, der so vielen Menschen geholfen und sie inspiriert hat, den Kimono auf der ganzen Welt zu tragen, unsere Ehrerbietung und Verehrung“, hieß es in einer Erklärung auf Twitter.

Offiziell geklärt ist der Tathergang noch nicht. Der Jiu-Jitsu-Sport verliert mit dem mehrmaligen Weltmeister in verschiedenen Klassen einen seiner größten Sportler.