Für Darts-Profi Martin Schindler ist die Marschroute für die WM in London klar (ab dem 15. Dezember LIVE auf SPORT1). „Ich gehe mit breiter Brust in das Turnier, muss es aber schaffen, frei von Ängsten und Zweifeln aufzutreten, dann habe ich die Chance, weit zu kommen“, sagte der 27-Jährige bei WEB.DE News.

Am Freitag beginnt die Weltmeisterschaft im Alexandra Palace, Schindler träumt vom großen Wurf. „Natürlich würde ich gerne so weit wie möglich kommen und am Ende des Turniers den Pokal selber hochhalten“, sagte der Strausberger, der als einer von fünf Deutschen antritt.

Schindler, an Position 26 gesetzt, steigt in der zweiten Runde ein und trifft am 22. Dezember auf den Sieger des Duells zwischen Jermaine Wattimena (Niederlande) und Fallon Sherrock (England). Sherrock, die den Spitznamen „Queen of the Palace“ trägt, hat sich in den vergangenen Jahren im „Ally Pally“ in die Herzen der Darts-Fans gespielt.

Darts-WM: Schindler will niemanden unterschätzen

„Wir müssen nicht darüber reden, wie beliebt Fallon Sherrock beim Publikum ist, dennoch gehe ich als Favorit in dieses Duell. Ich bin mir bewusst, wie gut ich bin, welches Niveau ich spielen kann. Ich werde weder Sherrock noch Jermaine Wattimena unterschätzen“, erzählte Schindler über das mögliche Aufeinandertreffen mit der 29-Jährigen.

Topfavorit sei aber der Engländer Luke Humphries: „Insgesamt würde ich von einem relativ offenen Feld sprechen, aber natürlich ragt Humphries noch einmal heraus.“

Die WM-Chancen der anderen Deutschen um unter anderem Gabriel Clemens schätzt Schindler positiv ein: „Ich finde, dass jeder von uns eine Chance hat, für Aufsehen zu sorgen. Das haben wir alle in diesem Jahr gezeigt.“

Wenn man zehn Jahre zurückblicke, „waren damals maximal zwei deutsche Spieler bei der WM dabei. Jetzt sind es fünf, wovon drei bis vier bereits im Darts-Sport etabliert sind. Das ist ein wichtiger Fortschritt.“

Veränderung als Vater? „Bin geduldiger geworden“

Festgestellt hat Schindler derweil, dass ihn die Geburt seiner Tochter Haley vor einem Jahr verändert hat: „Ich glaube, dass ich deutlich geduldiger geworden bin, weil durch ein Kleinkind Geduld noch einmal eine ganz andere Facette bekommt. Übertragen auf Darts bedeutet das, dass ich weiter geduldig bin und dann werden die Erfolge kommen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)