Brunner verdirbt Freiburgs Bayern-Generalprobe

von SPORT1
Brunner? "Ich weiß nicht, was er diesen Sommer gegessen hat"
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Brunner? "Ich weiß nicht, was er diesen Sommer gegessen hat"

Die Breisgauer zeigen gegen die AS Monaco offensiv viel zu wenig - und werden hinten von einem deutschen Shootingstar kalt erwischt. Dieser erzielt dabei einen ganz besonderen Treffer.

Bayern-Generalprobe missglückt: Der SC Freiburg hat auch wegen eines Treffers von Paris Brunner auf seiner Titelmission in der Conference League einen Dämpfer hinnehmen müssen.

Das Team von Julian Schuster verlor bei der AS Monaco um den deutschen Shootingstar mit 0:3 (0:1) und konnte dabei in keiner Phase an die starke Form aus der Frühphase der Saison anknüpfen. Mit drei Zählern nach zwei Spieltagen geraten die Breisgauer auf dem Weg zum direkten Achtelfinal-Einzug nun unter Zugzwang.

Paris Brunner bejubelt seinen Treffer
Paris Brunner bejubelt seinen TrefferParis Brunner bejubelt seinen Treffer© IMAGO/PsnewZ

Conference League: Brunner leitet Freiburg-Niederlage ein

Brunner (45.+2) reichte für sein Tor ein genialer Moment im Duell mit Max Rosenfelder, spät legten Lamine Camara (83.) und Ansu Fati (90.+2) vor den Augen von Fürst Albert nach. Wie schon bei der ersten Pflichtspiel-Niederlage bei Bayer Leverkusen (1:2) vor vier Tagen stotterte beim Sport-Club offensiv der Motor gewaltig, Chancen blieben Mangelware. Für das Spitzenspiel in der Bundesliga gegen die Bayern am Sonntag (17.30 Uhr) muss eine gewaltige Steigerung her.

Im Fokus stand nach seiner Sperre in der Liga wegen Kopf-ab-Geste am Donnerstag Brunner, der nach schweren Jahren zuletzt bei den Monegassen so richtig durchgestartet war. In acht Pflichtspielen gelangen dem deutschen U21-Nationalspieler bereits sieben Treffer, dementsprechend ging Freiburg mit großem Respekt ins Spiel.

Brunner? „Sicher kein einfacher Typ“

Auch Lothar Matthäus lobte den Youngster bei RTL: „Er ist ein Spieler, der einen Torriecher hat, der gute Laufwege hat und auch einen eiskalten Abschluss. Das ist eine Stärke, die man braucht als Stürmer: Aus wenig viele Tore zu machen.“ Brunner sei „sicher kein einfacher Typ“, die Kopf-Ab-Geste sei ein „Schritt zurück in seine alten Zeiten“ gewesen. „Aber daraus muss er lernen“, erklärte Matthäus. „In der französischen Liga wird dir ja kein Tor geschenkt. Von dieser Seite her, ist er ganz sicher ein Talent, das irgendwann auch nochmal den nächsten Schritt machen kann.“

Dass er das kann, bewies Brunner dann mit seinem Führungstreffer: Sekunden vor der Halbzeit lupfte er den Ball traumhaft über Rosenfelder und blieb nach schneller Drehung allein vor dem Tor eiskalt. Für seinen Treffer wurde der Deutsche von der L’Équipe gefeiert. „Der monegassische Mittelstürmer begeisterte mit einem Sombrero-Trick gegen den unglücklichen Max Rosenfelder“, titelte das Blatt.

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Brunner für „Sombrero-Trick“ gefeiert

Bei einem sogenannten Sombrero-Flick wird der Ball kurz angelupft und anschließend entgegen der eigenen Laufrichtung über einen Gegner im Rücken gespielt. Monaco könne sich weiterhin „auf den unglaublichen Erfolg seines deutschen Stürmers verlassen“, jubelte die L’Équipe. „Der 20-Jährige sammelt ein Tor nach dem anderen – er steht nun bei acht Treffern in neun Einsätzen, und das sind nicht gerade die hässlichsten Tore.“ Gegen den SC erzielte Brunner bereits seinen achten Saisontreffer im neunten Spiel.

Nach einer Viertelstunde hatte Yannik Engelhardt bereits verletzungsbedingt den Platz verlassen müssen, es lief wenig zusammen beim Sport-Club. Gerade nach vorne ging vor der Pause gar nichts, hinten rettete Backhaus gegen Mamadou Coulibaly (24.) und Brunner (27.) jeweils stark und bewahrte den SC vor einem früheren Rückstand.

Schuster: „Wer weiß, wofür es gut ist“

Nach dem 0:1 wurde Freiburg in Durchgang zwei deutlich aktiver, Lukas Kübler scheiterte nach Ecke am Ex-Leverkusener Lukas Hradecky (47.). Ansonsten fehlte weitgehend die Durchschlagskraft, stattdessen blieb Monaco über Konter wie beim erneuten Abschluss von Brunner (58.) und dem Abstauber-Treffer von Camara gefährlich.

„Es ist dann schon ärgerlich: Du gehst hier mit 3:0 von der Platte, so deutlich war es nicht“, resümierte Freiburg-Coach Schuster nach Abpfiff. „Es tut weh, aber wer weiß, für was die Niederlagen immer wieder gut sind. Vielleicht brauchst du mal so einen auf die Mütze und kriegst vielleicht das ein oder andere (Gegentor, d. Red.) zu viel. Das kann dem ein oder anderen für die nächsten Spiele auch helfen.“

Für Freiburg war es nach dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen in der Bundesliga die zweite Niederlage in Serie: „Der Lauf ist definitiv unterbrochen“, meinte Schuster.

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Mit Sport-Informationsdienst (SID)