„Unding“: Niroomand kritisiert Volleyball-Weltverband

von SID
„Unding“: Niroomand kritisiert Volleyball-Weltverband

Der Geschäftsführer der BR Volleys äußert Kritik am vollen Terminkalender.

Geschäftsführer Kaweh Niroomand hat vor dem Saisonstart der BR Volleys in der Bundesliga seine Kritik am Volleyball-Weltverband (FIVB) erneuert. Die Situation sei für die Vereine „eine Katastrophe“, sagte der 73-Jährige auf einer Pressekonferenz am Montag mit Blick auf den späten Auftakt und das straffe Programm im nationalen Wettbewerb.

Später Bundesliga-Start sorgt für Ärger

Während die nationalen Ligen im Handball, Basketball oder Eishockey bereits begonnen haben, startet die Volleyball Bundesliga (VBL) am Dienstag. Die Berliner absolvieren ihr erstes Spiel am Mittwoch (19.00 Uhr/Dyn) gegen die FT 1844 Freiburg.

„Wir leiden darunter, weil der Weltverband einfach nach wie vor nicht in der Lage ist, eine Jahresplanung zu erlauben, in der auch die Interessen der Vereine berücksichtigt werden“, führte Niroomand aus. Es sei „ein Unding, dass eine Bundesliga im Volleyball Ende Oktober anfängt, dafür aber als erste im Mai aufhören muss.“ Derweil stopfe der Weltverband den Kalender mit Turnieren voll.

Neustart nach Nations-League-Marathon

Auch in diesem Jahr waren die Nationalspieler ab Juni wieder in der Nations League gefordert, die Vorrunde wurde in insgesamt drei Spielwochen an unterschiedlichen Orten weltweit ausgetragen. Das Finalturnier der Männer hatte bis Anfang August in China stattgefunden. Im September folgte in diesem Jahr die Europameisterschaft. Im kommenden Jahr steht wieder eine WM an, die seit 2025 im Zweijahresrhythmus stattfindet.

Aus sportlicher Sicht geht Niroomand „mit Spannung“ in die neue Saison. Der Titelverteidiger wagt nach einer unruhigen Spielzeit inklusive mehrerer Wechsel an der Seitenlinie und einem großen Umbruch im Sommer den Neustart unter dem neuen Trainer Andrea Anastasi.