Doping in Kenia: Coe sieht eine Chance

von SID
Doping in Kenia: Coe sieht eine Chance

Leichtathletik-Präsident Sebastian Coe hofft, durch die Aufmerksamkeit rund um die WM den Anti-Doping-Kampf im Gastgeberland Kenia voranzutreiben.

Das Brennglas der Weltöffentlichkeit sieht World-Athletics-Präsident Sebastian Coe als große Chance, um dem Dopingproblem in Kenia entgegenzutreten. Die WM werde „helfen bei dem Bestreben“ nach einer saubereren kenianischen Leichtathletikszene, sagte Coe am Rande einer Pressekonferenz in Nairobi, wo 2029 die Leichtathletik-WM stattfindet.

Kenia bleibt Doping-Sorgenkind

Hintergrund ist die seit Jahren hohe Zahl von Dopingfällen in dem ostafrikanischen Land, das insbesondere auf den Mittel- und Langstrecken zahlreiche Top-Athletinnen und -Athleten hervorgebracht hat. Bei der zurückliegenden WM 2025 lag Kenia im Medaillenspiegel auf Platz zwei hinter den USA. Den Erfolgen Kenias um die mehrmalige Olympiasiegerin Faith Kipyegon stehen allerdings rund 140 gesperrte kenianische Athletinnen und Athleten gegenüber.

„Gibt es noch mehr zu tun? Ja. Wird diese WM dazu beitragen, dass diesem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird? Auf jeden Fall“, sagte Olympiasieger Coe. Immerhin mache die Athletics Integrity Unit (AIU) in ihren Berichten an ihn „ganz deutlich, dass in Kenia Fortschritte erzielt werden“. Dennoch sieht der 70 Jahre alte Coe das Land beim Doping auf einem „langen Weg“.