Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann hat sich für eine deutsche WM-Bewerbung ausgesprochen. Deutschland verfüge über die nötige Infrastruktur mit Blick auf Stadien, Verkehr und Hotels.

„Jedes einzelne Spiel wird ausverkauft sein. Es wird ein Erfolg werden“, sagte Hellmann, der auch Mitglied des DFB-Vorstandes ist, dem Portal The Athletic: „Für 2038 gibt es noch Spielraum für eine Bewerbung, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir für 2042 sehr gute Chancen haben, eine erfolgreiche Kampagne durchzuführen.“

Axel Hellmann ist für eine WM in Deutschland
Axel Hellmann ist für eine WM in DeutschlandAxel Hellmann ist für eine WM in Deutschland© picture-alliance/DeFodi Images/SID/Marco Steinbrenner

Hellmann verwies auf die Heim-WM 2006. „Deutschland stand damals wirtschaftlich nicht gut da“, sagte Hellmann. „Die Wahrnehmung Deutschlands wandelte sich 2006 komplett: von ‚Die Deutschen sind zu ernst‘ zu ‚Deutschland ist ein großartiges Land mit großer Gastfreundschaft‘.“ Dies sei „die beste Marketingkampagne“ gewesen, „die wir je durchgeführt haben.“ Und: „Die Türen, die wir auf dem Weltmarkt öffnen konnten, waren enorm.“

Deutschland prüft WM-Bewerbung

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) prüft intensiv eine Bewerbung, Präsident Bernd Neuendorf hat die Überlegungen zuletzt bereits dem Präsidium der Bundesliga vorgestellt.

Noch ist nicht ganz klar, ob 2038 oder erst 2042 in Frage kommt. Gemäß der zurückliegen FIFA-Vorgehensweise bei der Vergabe könnte sich Deutschland aber wohl erst für die Ausrichtung 2042 bewerben.

Zugleich warnte Hellmann davor, dass sich die viel kritisierte Preispolitik der FIFA bei der WM 2026 wiederholen könnte. „Genau das befürchte ich“, sagte er: „Deshalb sollten wir eine Diskussion über die künftige Preispolitik beginnen.“

Er sprach sich für einen deutschen Weg aus: „Manche Leute belächeln die Deutschen und ihren sozialen Umgang mit Fußball. Aber es ist ein guter Ansatz, denn so bleibt der Fußball den Menschen nah. Genau darum geht es.“