Die Wettbewerbe sind neu, doch die Protagonisten sind alte Bekannte. Bei der Premiere der deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften bei den Finals in Hannover geht die geballte Schwimmprominenz an den Start – neben Weltmeistern und Olympiasiegern wie Lukas Märtens, Florian Wellbrock, Anna Elendt oder Angelina Köhler auch Sven Schwarz. Der Lokalmatador will sich in der Kombinationswertung über 400 und 800 m Freistil gleich Gold holen.

Starke Konkurrenz für Schwarz in Hannover

„Ich hatte noch nie eine Meisterschaft in Hannover, vermutlich kommt das auch nur einmal vor in meiner Karriere“, sagt der 24-Jährige, der sich im vergangenen Jahr in Singapur WM-Silber über 800 und 1500 m schnappte: „Da können auch mal Freunde zuschauen kommen, und natürlich ist man dann auch besonders motiviert.“

Die Konkurrenz ist namhaft, auch wenn 400-m-Weltrekordler Märtens, Olympiasieger und Weltmeister auf dieser Strecke, im Stadionbad zur Vorbereitung auf die EM in Paris (31. Juli bis 16. August) nur auf den kurzen Freistilstrecken (100 und 200 m) an den Start geht. Wellbrock, in Singapur Vierfachweltmeister, und der Freiwasser-Olympiazweite Oliver Klemet treten gegen Schwarz an.

Liebmann fehlt, Knock-out-Sprint debütiert

„Die Finals sind eine Art Mini-Olympia, ich freue mich extrem drauf, dass die mal quasi vor meiner Haustür stattfinden“, sagt Schwarz. Auf einen Start in Hannover verzichtet dagegen der Senkrechtstarter Johannes Liebmann. Der 19-Jährige, der im April sensationell Europarekord über 800 m schwamm, nimmt vor den Rennen in Paris stattdessen die Jugend-Europameisterschaften im Freiwasser in Ungarn mit – schließlich gibt er in der Seine sein Open-Water-Debüt im Knock-out-Sprint.

In Hannover am Start sind auch die Sprinterinnen und Sprinter, die erstmals deutsche Meisterehren in drei K.o.-Runden über 50 m austragen. Den neuen Modus testen auch die Weltmeisterinnen Elendt und Köhler. Zudem werden die Besten in jeder der vier Schwimmarten in Addition der Rennen über 100 und 200 m ermittelt.