Das österreichische Skilanglauf-Talent Katharina Engelhardt hat während eines Trainings zwei Herzstillstände erlitten. Die 18-Jährige brach im Beisein ihrer Kolleginnen plötzlich zusammen und musste noch vor Ort reanimiert werden.

Schon einige Tage vor dem Vorfall fühlte sich Engelhardt unwohl, wie sie der Krone verriet. Später stellte sich heraus, dass die ÖSV-Nachwuchsathletin an einer Herzmuskelentzündung litt. Ihr Leben habe sich dadurch „von einem Tag auf den anderen verändert“, schrieb sie bei Instagram.

Ärzte hatten kaum noch Hoffnung

Gleich zweimal hörte das Herz der jungen Österreicherin auf zu schlagen. Vier Tage lang lag sie im künstlichen Koma, außerdem bekam sie einen Defibrillator eingesetzt. Selbst die behandelnden Mediziner hatten zwischenzeitlich nur wenig Hoffnung, dass die Nachwuchsathletin überleben würde.

„Selbst die sehr guten Ärzte in Linz dachten, ich würde es nicht schaffen. Aber sie haben falsch gedacht, weil ich es geschafft habe“, schrieb Engelhardt in den sozialen Netzwerken. „Bereits nach einer Woche war ich von der Intensivstation weg und alle waren fassungslos. Ich weiß nicht mehr alles, aber ich glaube, es ist besser so.“

Schnelle Hilfe rettete ihr Leben

Entscheidend war auch die schnelle Reaktion der Betreuer und Sanitäter vor Ort. Zwei Personen begannen sofort mit der Wiederbelebung, während das Rote Kreuz die Helfer per Videoschalte unterstützte. Anschließend wurde Engelhardt mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

„Vor allem bin ich Heli und Rose dankbar, die mich reanimiert haben. Sowie den Ärzten bin ich sehr dankbar, weil ohne sie hätte ich es auch nicht geschafft“, erklärte die Langläuferin.

Bitteres Ende einer jungen Karriere

Bis zu ihrer Erkrankung gehörte Engelhardt dem C-Kader des Österreichischen Skiverbandes an. Mitte Januar fuhr sie bei den nationalen Meisterschaften in Saalfelden im Sprint zweimal auf das Podest. Kurz zuvor war sie auch im Continental Cup an den Start gegangen.

„Der Leistungssport wird für mich leider keine Rolle mehr spielen“, verkündete Engelhardt nun. „Der Sport hat mir so viel gegeben, ich habe viele Dinge gelernt, ich habe gelacht, aber auch geweint, viele Menschen kennenlernen dürfen und ein bisschen durch die Welt reisen.“

Normalen Sport im Alltag dürfe sie immerhin weiterhin machen. An ihre Athletenkollegen richtete sie abschließend einen eindringlichen Appell: „Bitte passt immer nach einer Infektion auf euch auf!“