Alexander Zverev hat beim Wimbledon-Turnier nicht nur erstmals das Halbfinale erreicht, sondern auch beste Chancen, sich Platz zwei der Weltrangliste zu sichern. Im Live-Ranking liegt der Deutsche (7,980 Punkte) nach seinem Viertelfinalsieg nur noch knapp hinter Carlos Alcaraz, der derzeit auf 8.160 Zähler kommt.
Gewinnt Zverev auch sein Halbfinale und zieht ins Endspiel ein, würde er den Spanier überholen – mit Auswirkungen auf die Setzlisten und mögliche Duelle bei den kommenden Turnieren. Den Grundstein dafür legte der an Position zwei gesetzte Hamburger mit einer souveränen Vorstellung gegen Taylor Fritz.
Im Viertelfinale setzte sich Zverev mit 6:4, 6:4, 6:2 durch und ließ auf dem Weg in die Vorschlussrunde kaum Zweifel aufkommen. Nach nur einer Stunde und 59 Minuten verwandelte er seinen Matchball. Für Zverev ist es das erste Halbfinale beim Rasenklassiker. Damit hat der 29-Jährige nun bei allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens einmal die Runde der letzten Vier erreicht. Dieses Kunststück ist nur fünf derzeit aktiven Profis gelungen.
Wimbledon: Auf Zverev wartet der Überraschungsmann
Im Halbfinale am Freitag trifft Zverev auf Arthur Fery. Der britische Wildcard-Spieler setzte seinen Überraschungslauf fort und schaltete Flavio Cobolli mit 6:4, 7:6 (4), 6:0 aus. Damit steht für Zverev ein Duell an, das sportlich wie eine Pflichtaufgabe wirkt, atmosphärisch aber zum Härtetest werden kann.
Zverev geht mit zusätzlichem Rückenwind in die Partie: Der 29-Jährige kommt als frischgebackener French-Open-Champion nach London. In Wimbledon wirkt er seitdem besonders fokussiert und hat mit Fritz nun auch einen seiner persönlichen Angstgegner auf Rasen besiegt.