Die frühere Gesamtweltcup-Siegerin Nathalie Armbruster hat nach dem Olympia-Aus der Nordischen Kombination schwere Vorwürfe gegen das Internationale Olympische Komitee erhoben.
Die 20-Jährige kritisierte, „dass das IOC unsere Leistung der vergangenen Jahre, die Geschichte unserer Sportart mit den Füßen tritt und gleichzeitig auch ihre eigenen olympischen und sportlichen Werte verrät“.
Zur Begründung des IOC, die Sportart sei zu unbeliebt und werde von zu wenigen auf hohem Niveau betrieben, sagte Armbruster, dass dies Argumente seien, „die wir vor vier Jahren schon hören mussten, die dort schon nicht nachvollziehbar waren und die auch jetzt vier Jahre später mit Fakten schwarz auf weiß eigentlich widerlegt werden können“.
Olympia „nicht mehr das, was es mal war“
Olympia sei „offensichtlich sowieso nicht mehr das, was es mal war. Es geht bedauerlicherweise nur noch um Geld und um Kommerz“, sagte Armbruster. Dies könne man vielleicht noch akzeptieren, „aber das Problem ist, dass unser ganzes internationales Sportsystem darauf ausgelegt ist, ob man olympisch ist oder nicht.“
Die Schwarzwälderin zeigte sich sehr besorgt, was ihre Zukunftsaussichten angeht. „Man hat so, auch ehrlich gesagt, Angst vor der Zukunft, weil dieser Sport ist nicht nur unser Beruf, es ist auch unsere Leidenschaft, gerade für mich“, sagte sie.
Armbruster hatte in der Saison 2024/25 als erste und bislang einzige deutsche Kombiniererin den Gesamtweltcup gewonnen. An Olympia 2026 hatten die Kombiniererinnen nicht teilnehmen dürfen, für Armbruster bleibt dieser Traum vorerst unerfüllt.