Rekordspieler Jordan Ayew geht mit den „Black Stars“ das WM-Sechzehntelfinale gegen Kolumbien mit ganz viel Pathos an. „Wir wollen Afrika und Ghana stolz machen“, sagte der Kapitän auf der Pressekonferenz mit Nachdruck: „Wir sind bereit. Wir sind im Turnier gewachsen. Wir wollen eine Show bieten und gewinnen. Gewinnen ist das Wichtigste.“ Mit seinem 121. Länderspiel hatte der 34-Jährige seinen Bruder André Ayew im letzten Gruppenspiel als Rekordspieler Ghanas abgelöst.

Am Samstag (3.30 Uhr im LIVETICKER) soll im Sechzehntelfinale von Kansas City zum zweiten Mal nach 2010 ein Sieg in einem K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft her. „Die Black Stars wollen glänzen“, kündigte Trainer Carlos Queiroz an: „Wir werden absolut alles dafür geben, damit wir den ghanaischen Menschen Erfolg und Glückseligkeit schenken.“ Er erwarte „einen der schönsten Tages unseres Leben und wir sollten das genießen“.

Jordan Ayew ist Ghanas Rekord-Nationalspieler
Jordan Ayew ist Ghanas Rekord-NationalspielerJordan Ayew ist Ghanas Rekord-Nationalspieler© IMAGO/Sportimage

WM: Trainer hat Vergangenheit beim Gegner

Dabei hat der Trainerroutinier eine Vergangenheit in Kolumbien, von Februar 2019 bis Dezember 2020 erlebte er ein eher unglückliches Intermezzo als Coach der „Cafeteros“. Er habe es „genossen dort zu arbeiten. Es war aber während COVID, da sind komische Dinge passiert“, erzählte Queiroz rückblickend. Er kenne auch das aktuelle Team noch „ziemlich gut“. Kolumbien habe „eine großartige Mannschaft. Sie sind ein gutes Team, aber nicht perfekt.“

Ghana werde „versuchen ihre Schwächen zu nutzen“, betonte der Portugiese. Generell sei der Beginn der K.o.-Phase „etwas Spezielles. Der Gewinner kriegt alles und der Verlierer verliert alles. Die WM beginnt jetzt neu. Es geht um Charakter und Haltung für 90 Minuten. Wir müssen die Spieler bereit kriegen, dass sie einen Sprint, einen Lauf, einen Zweikampf mehr machen als sonst.“