Die Stiftung Deutsche Sporthilfe begrüßt den Paradigmenwechsel im Internationalen Olympischen Komitees und die Auszahlung einer Prämie in Höhe von 10.000 US-Dollar für Athletinnen und Athleten. „Die Entscheidung des IOC ist ein bedeutender Schritt hin zu mehr Wertschätzung für Olympionikinnen und Olympioniken weltweit“, sagte Max Hartung, Sprecher des Sporthilfe-Vorstandes.
Zuschuss soll Leistung honorieren
Der frühere Fecht-Weltmeister und Olympiateilnehmer ergänzte: „Wer es zu den Spielen schafft, investiert Jahre an harter Arbeit, Disziplin und Verzicht – diese Leistung verdient auch eine direkte finanzielle Anerkennung. Besonders wichtig ist, dass der Zuschuss den Übergang in die berufliche Karriere unterstützen soll.“
IOC beschließt Athleten-Gewinnbeteiligung
Das IOC hatte auf seiner 146. Vollversammlung am Mittwoch in Lausanne verkündet, die Athleten erstmals in seiner 132-jährigen Geschichte direkt an den Einnahmen zu beteiligen. Die Organisation legt dafür einen Fond über 140 Millionen Dollar pro Olympia-Zyklus auf, 14.000 Sportlerinnen und Sportler sollen den Zuschuss beantragen dürfen. Die Entscheidung gilt bereits rückwirkend für die Winterspiele in Mailand/Cortina.
Hartung (36) hatte sich einst als Gründungspräsident des Vereins Athleten Deutschland für eine Gewinnbeteiligung der Athleten eingesetzt. Damals forderte die Interessenvertretung 25 Prozent der Milliardeneinnahmen. Der IOC-Beschluss vom 24. Juni bleibt weit darunter und ist nach jahrelangen Debatten doch ein Erfolg für die Sportlerinnen und Sportler.
„Wir sehen den neuen Zuschuss als sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Förderstrukturen. Gerade für viele Athletinnen und Athleten kann diese Unterstützung eine spürbare Entlastung bedeuten – sei es zur Sicherung ihrer sportlichen Laufbahn oder mit Blick auf die berufliche Zukunft nach dem Sport“, sagte Karin Orgeldinger aus dem Sporthilfe-Vorstand. Für sie sei nun eine „unbürokratische und transparente Umsetzung durch das IOC“ entscheidend.