Schock für das DFB-Team: Verteidiger Nico Schlotterbeck ist im zweiten WM-Spiel beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste zur Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt worden.

Die schlimme Befürchtung: „Vermutung auf Innenbandriss“, wie Moderatorin Laura Wontorra bei MagentaTV mitteilte.

Bundestrainer Julian Nagelsmann bestätigte im ZDF: „Der hat irgendwas im Innenband. Ich weiß noch nicht, was. Der muss morgen ins MRT. Das sieht auf jeden Fall nicht allzu gut aus.“

Nico Schlotterbeck auf dem Rasen in Toronto
Nico Schlotterbeck auf dem Rasen in TorontoNico Schlotterbeck auf dem Rasen in Toronto© IMAGO/EPA

Der 26-Jährige war in Hälfte eins bei einer Klärungsaktion mit dem linken Fuß weggeknickt (11.) und anschließend mehrfach medizinisch behandelt worden – erst auf dem Rasen, später außerhalb des Platzes.

Schlotterbeck konnte zunächst weitermachen (16.), nachdem die deutsche Mannschaft rund eine Minute in Unterzahl gespielt hatte.

DFB: Rüdiger kommt ins Spiel

In der folgenden Trinkpause kümmerte sich das medizinische Personal erneut um Schlotterbeck, während sich Antonio Rüdiger an der Seitenlinie warm machte.

Der Star von Real Madrid setzte sich nach einer Weile wieder auf die Bank. Bis zur Halbzeit nahm Bundestrainer Julian Nagelsmann keinen Wechsel vor – nach der Pause handelte er und brachte Rüdiger.

„Es war aller Ehren wert, dass er bis zur Pause durchgehalten hat. Er hat sich für die Mannschaft zerrissen“, sagte Nagelsmann auf der Pressekonferenz.

ZDF-Experte Christoph Kramer sagte nach dem Spiel: „Wenn es irgendwas am Innenband ist, selbst gedehnt: Das dauert. Er hat alles getan, um draufzubleiben. Ich wünsche ihm alles Gute, weil er ein wichtiger Spieler für uns ist. Aber wenn es irgendeine Verletzung am Innenband ist – das kannst du nicht tapen.“

Schlotterbeck? „Es wäre ein herber Verlust“

Auch Per Mertesacker drückte sein Bedauern über die Verletzung aus: „Wir hatten das Gefühl, dass sich mit Tah und Nico etwas einspielt. Deswegen ist da sehr bitter. Und jetzt so früh schon im Turnier. Antonio Rüdiger hat’s okay gemacht für diese Situation. Als Innenverteidiger reinzukommen ist nie ganz einfach. Die haben das noch gut nach Hause verteidigt. Aber es wäre ein herber Verlust.“

In einem von Zweikämpfen und Umschaltmomenten mit Höchstgeschwindigkeit geprägten Spiel glich Deniz Undav (68.) zunächst die ivorische Führung von Kapitän Franck Kessié (30.) aus.

Und er hatte noch nicht genug: In der Nachspielzeit (90.+4) sicherte er dem DFB-Team den elften Sieg in Serie.