Der 3. Juni 2026 wird beim TSV 1860 München als ein trauriger, schmerzhafter Tag in Erinnerung bleiben. Wie der Klub am Mittwoch verkündete, hat der DFB dem Traditionsklub keine gültige Lizenz für die 3. Liga erteilt. Der zweite Zwangsabstieg nach 2017 ist besiegelt, 1860 tritt in der kommenden Saison voraussichtlich in der viertklassigen Regionalliga Bayern an.

Nach dem Zwangsabstieg kommt es nun noch dicker. Wie Hauptsponsor „Die Bayerische“ mittlerweile bekannt gab, hat die Versicherung von einem Sonderkündigungsrecht im Falle eines Abstiegs Gebrauch gemacht.

Der TSV 1860 München muss in die Regionalliga absteigen
Der TSV 1860 München muss in die Regionalliga absteigenDer TSV 1860 München muss in die Regionalliga absteigen© IMAGO/Ulrich Wagner

In einer Pressemitteilung heißt es: „Mit dem Verlust der Lizenz tritt nun ein vertraglich geregelter Sonderfall ein, der ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt. Von diesem Recht werden wir Gebrauch machen. Dies haben wir dem Präsidium gegenüber in sehr vertrauensvollen Gesprächen bereits erläutert.“

1860 München: „Die Bayerische“ springt ab

„Die Bayerische“ sponserte den TSV 1860 München seit zehn Jahren, schon zu Zweitliga-Zeiten war die Versicherung Partner des Traditionsklubs. Wie der Vorstand Martin Gräfer am Mittwoch auf seinem Profil bei LinkedIn erklärte, leide das Unternehmen mit den Löwen mit, sah sich aber zu diesem drastischen Schritt gezwungen.

„Seit zehn Jahren begleiten wir den TSV 1860 München als Partner. Aus einem Sponsoring ist in dieser Zeit viel mehr geworden: Verbundenheit, Freundschaft und die gemeinsame Überzeugung, dass Tradition, Leidenschaft und Zusammenhalt einen besonderen Wert haben“, leitete er seine Worte ein.

„Der Entzug der Lizenz und der damit verbundene Zwangsabstieg treffen uns deshalb nicht nur als Sponsor, sondern auch als Menschen, die diesem Verein eng verbunden sind. Gleichzeitig zwingt uns diese Situation dazu, Verantwortung zu übernehmen. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit müssen wir die Interessen unserer Kunden, Mitglieder, Mitarbeitenden und Vertriebspartner wahren. Deshalb werden wir von dem vertraglich vorgesehenen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.“

Bleibt Havelse drittklassig?

Welches Team anstelle der Löwen in der Saison 2026/27 in der 3. Liga antreten wird, ist derweil noch offen. Laut Statuten des DFB wäre der erste Absteiger TSV Havelse berechtigt, doch in der Liga zu bleiben.

Der Klub bestätigte am Mittwoch, dass er sowohl beim DFB als auch beim Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) die erforderlichen Unterlagen für die 3. Liga beziehungsweise die Regionalliga Nord eingereicht habe. Als Heimspielstätte würde Havelse wie bereits in der vergangenen Saison das Eilenriedestadion nutzen, das zum Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 gehört.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)