Enrique Riquelme hat im Präsidentschaftswahlkampf von Real Madrid eine Personalie mit Wucht platziert. In der Sendung „El Larguero“ bei Cadena SER erklärte der Unternehmer, sein Sportdirektor stehe fest – und es sei niemand Geringeres als Klub-Ikone Raúl. „Wenn ich Präsident bin, wird Raúl der Sportdirektor von Real Madrid“, sagte Riquelme.

Riquelme begründete die Wahl mit einer Rückbesinnung auf Identität und Kultur: „Wir müssen zu diesen Werten, zu diesem Madridismo, zurückkehren.“ Raúl sei „die richtige Person“, da er das Innenleben des Klubs wie kaum ein anderer kenne – Riquelme verwies dabei auf „16 Saisons“, mehr als 740 Spiele und über 300 Tore für die Königlichen.

Auch sportlich setzte Riquelme Zeichen, schwärmte von Rodri (Manchester City) als möglichem Zugpferd und bestätigte: „Ich hatte Kontakte mit seinem Berater“, betonte aber zugleich, dass der Profi einen Vertrag habe, der respektiert werden müsse. Einen zweiten ausländischen Star wolle er „am Mittwoch“ nennen, der Name des Trainers solle danach folgen. Arteta bezeichnete er als „großartigen Trainer“, José Mourinho hingegen sei „nicht das, was es in diesem Moment braucht“.

Wird Raúl neuer Real-Sportdirektor?
Wird Raúl neuer Real-Sportdirektor?Wird Raúl neuer Real-Sportdirektor?© IMAGO/Middle East Images

Real Madrid: Riquelme zieht rote Linie

Neben dem Kader und dem Stab stellte Riquelme das Klubmodell in den Mittelpunkt und griff die Gegenseite an. Er sei angetreten, „um den Verkauf des Klubs zu stoppen“, das sei seine klare rote Linie.

Als Beleg dafür verwies er auf einen Bericht von El País, demzufolge die Statuten für einen Verkauf geöffnet werden könnten. Zudem kritisierte Riquelme, dass es keinen direkten Schlagabtausch im Wahlkampf gebe. Er hätte gerne debattiert, „aber er will nicht“.

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