Erst zehn Tage vor dem Start der Fußball-WM hat die FIFA die Übertragung des Turniers im bevölkerungsreichsten Land der Welt gesichert. Der Medienkonzern Zee Entertainment Enterprises erwarb die indischen Übertragungs- und Streamingrechte für die Endrunden 2026 und 2030 und beendete damit die wochenlange Unsicherheit für Hunderte Millionen Fans. Der Weltverband FIFA bestätigte die Einigung am Montag.

Der Deal kam nach langwierigen Verhandlungen zustande. Es hatte Befürchtungen gegeben, dass Fans in Indien das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) verpassen könnten. Sender in Indien und ganz Asien hatten sich beim Bieten um die Rechte zurückhaltend gezeigt und dabei Bedenken geäußert, dass späte Anstoßzeiten in der Region die Zuschauerzahlen und Werbeeinnahmen schmälern könnten.

Die FIFA hatte Berichten zufolge rund 100 Millionen US-Dollar für die Rechte an den Turnieren 2026 und 2030 gefordert – eine Bewertung, die laut lokalen Medien im indischen Markt nur wenige Bieter fand. Das Unternehmen machte keine Angabe zu den finanziellen Hintergründen des Deals, dieser beinhaltet auch die Rechte zur Übertragung von 38 weiteren FIFA-Veranstaltungen in Indien zwischen 2026 und 2034.

Indien, das bevölkerungsreichste Land der Welt mit 1,4 Milliarden Menschen, nimmt nicht an der WM teil.