In den meisten Profiligen in Europa ist die Saison schon länger zu Ende, doch in Spaniens zweiter Liga stand am vergangenen Wochenende noch der 42. und damit letzte Spieltag an. Dieser endete mit einem extrem bitteren VAR-Drama im entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt zwischen CD Mirandés und CD Leganes.

Die Ausgangssituation war klar: Mirandés muss das Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern – Leganes hingegen reicht auch ein Unentschieden.

Die erste Halbzeit war geprägt von Nervosität und wenigen Torchancen, doch in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs landete ein Kopfball von Salim El Jebari im Tor. Der Jubel war riesig – doch dann griff der VAR ein und erkannte eine hauchdünne Abseitsstellung. Die Fußspitze des Vorlagengebers Hugo Novoa war in der verbotenen Zone. So blieb es beim 0:0.

Mirandés: Erneutes Abseits-Pech

Doch damit nicht genug. Kurz nach dem Seitenwechsel jubelte Mirandés erneut, doch diesmal entschied der Linienrichter direkt auf Abseits. Wie später durch die halbautomatische Abseitserkennung deutlich wurde, war diese Abseitsstellung noch knapper als die erste. Zentimeter der Schulter verhinderten, dass das Tor durch den VAR doch gegeben wurde.

In der 70. Minute erloschen die letzten Hoffnungen auf den Klassenerhalt für Mirandés endgültig. Nach einer schönen Flanke erzielte Alex Millan das wichtige 1:0 für Leganes und sicherte so den Liga-Verbleib seines Teams.

Bitterer hätte es für Mirandés kaum laufen können. Doch jetzt folgt für den Klub aus dem Norden Spaniens der erste Abstieg nach sieben Jahren in der zweiten Liga.