Nach dem souveränen Testspiel-Sieg gegen Finnland kann das DFB-Team nun mit einem guten Gefühl die Reise in die USA starten. Während Bundestrainer Julian Nagelsmann in seiner Startelf gegen die Finnen auf große Überraschungen verzichtete, sorgte ZDF-Experte Christoph Kramer mit seiner persönlichen Wunschelf für die WM für Aufsehen.

In der Halbzeitpause des Länderspiels in Mainz wurde die favorisierte Startelf des früheren Gladbachers für die WM eingeblendet. Diese dürfte bei vielen Fans vermutlich für hochgezogene Augenbrauen gesorgt haben.

Christoph Kramer wünscht sich eine eher untypische WM-Startelf
Christoph Kramer wünscht sich eine eher untypische WM-StartelfChristoph Kramer wünscht sich eine eher untypische WM-Startelf© IMAGO/Nordphoto

So sieht Kramers Wunschelf aus: Neuer – Kimmich, Anton, Tah, Schlotterbeck – Pavlovic, Goretzka, Nmecha – Wirtz, Havertz, Musiala

„Wir werden so nicht spielen“, gab Kramer zunächst zu und begründete dann seine Aufstellung: „Ich mag es sehr gerne, aus einem 4-3-3 zu spielen, und ich mag den doppelt besetzten Flügel.“

Kramer: Stabile Verteidigung gewinnt Titel

Besonders auffällig ist seine Viererkette. So würden die meisten der 80 Millionen Bundestrainer in Deutschland wohl eher nicht aufstellen. Kramer setzt in der Innenverteidigung auf Waldemar Anton statt Nico Schlotterbeck. Dafür spielt der 26 Jahre alte BVB-Star auf der Linksverteidiger-Position.

Doch auch dafür hatte Kramer eine Erklärung parat. „Spanien gewinnt die Weltmeisterschaft 2010 mit einem Gegentor, Italien 2006 mit zwei, wir 2014 mit vier. Du brauchst eine stabile Defensive. Tore schießt du immer. Jeder Weltmeister der vergangenen 20 bis 30 Jahre hat bis zum Finale nie mehr als vier bis fünf Gegentore bekommen. Du musst gucken, dass du keine Gegentore bekommst“, erklärte der Weltmeister von 2014.

Kramer: „Dass wir so nicht spielen werden, ist mir auch klar“

Gleichzeitig räumte er ein, dass seine Wunschformation eher ein Gedankenspiel sei: „Dass wir so nicht spielen werden, ist mir auch klar.“

Doch auch in der Offensive setzt Kramer auf unkonventionelle Lösungen. Einen klassischen Rechtsaußen wie Lennart Karl oder Leroy Sané hat er nicht in seiner Startelf.

Gerade Karl dürfte sich mit dem starken Auftritt gegen Finnland zusätzlich ins Blickfeld gespielt haben.