Die Bemühungen um einen Start der Tour de France 2029 in Deutschland erhalten frischen Rückenwind. Der Verein Grand Départ Allemagne (GDA), Initiator der deutschen Tour-Bewerbung, ist dem nationalen Radsport-Dachverband German Cycling als Mitglied beigetreten.

German Cycling übernimmt damit offiziell die Trägerschaft der Bewerbung, GDA führt sie als Initiative von German Cycling operativ fort. Die Länder Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sondieren derzeit Möglichkeiten und Umfang einer Beteiligung.

„Die Bewerbung war von Anfang an eng mit dem deutschen Radsport verbunden. Mit German Cycling als Träger haben wir die Aufstellung, die ein Projekt dieser Größe braucht“, sagte Thomas Hofmann, Vorsitzender Grand Départ Allemagne und Präsident Sächsischer Radfahrer-Bund: „Wir bringen Erfahrung, ein eingespieltes Team und ein klares Ziel mit: den Grand Départ 2029 nach Deutschland zu holen und damit ein sportliches wie gesellschaftliches Zeichen zu setzen.“

Tour de France: Slowenien Hauptkonkurrent für Deutschland

Die Frankreich-Rundfahrt ist in ihrer langen Geschichte viermal in Deutschland gestartet, zuletzt 2017 in Düsseldorf. Zuvor waren Köln (1965), Frankfurt/Main (1980) und West-Berlin (1987) Gastgeber des Grand Départ.

Als Konkurrenten für den 2029er-Auftakt gelten Slowenien, Heimat von Radsport-Dominator Tadej Pogacar, und die tschechische Hauptstadt Prag, auch in den Niederlanden gibt es Interesse. Die deutsche Bewerbung will unter anderem mit dem 40. Jubiläum des Mauerfalls punkten. Die kommende Frankreich-Rundfahrt beginnt am 4. Juli in Barcelona.