Daniel Altmaier hat beim Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum bei seiner Viertelfinal-Niederlage gegen den US-Amerikaner Tommy Paul (2:6, 5:7) für einen handfesten Eklat gesorgt und dabei die Zuschauer in Gefahr gebracht.
Was war passiert? Altmaier hatte im zweiten Satz das Break zum 4:5 kassiert. Der Deutsche war beim Seitenwechsel mächtig frustriert und schmiss seinen Schläger auf den Boden. Das Racket flog in Richtung Bank und Altmaier kickte gegen das Spielgerät.
Tennis: Altmaier entkommt Disqualifikation
Der Schläger prallte von der Bank ab und flog auf Altmaier zu. Anstatt sich zu beherrschen, kickte Altmaier erneut gegen den Schläger – diesmal per Volley. Das Racket flog daraufhin in die Zuschauerränge.
Die Zuschauer duckten sich weg, auf den ersten Blick wurde niemand verletzt. Ein sichtlich verärgerter Zuschauer warf den Schläger zurück zu Altmaier. Der 27-Jährige entschuldigte sich direkt für die Aktion.
Disqualifiziert wurde Altmaier übrigens nicht – er wurde lediglich verwarnt, was seinen Kontrahenten Paul durchaus verwunderte. Er konnte das Match letztlich souverän in zwei Sätzen gewinnen.
Als Djokovic die Nerven verlor
Nach dem Aus von Yannick Hanfmann am Mittwochabend war Altmaier als letzter verbliebener deutscher Profi in sein Match gegangen. Damit sind alle deutschen Starter ausgeschieden.
Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic wurde bei den US Open 2020 übrigens für eine ähnliche Szene disqualifiziert. Er hatte eine Linienrichterin nach einem Wutausbruch mit einem Ball unabsichtlich auf Höhe des Kehlkopfes getroffen.