Bitte sehr – der WM-Kader, häppchenweise: Ähnlich wie bei der Schnitzeljagd vor der Heim-EM hat Julian Nagelsmann auch sein Aufgebot für die Fußball-WM im Sommer Spieler für Spieler verraten – zumindest rund die Hälfte davon. Diesmal begann die Aktion im Netz aber erst sechs Stunden vor der Bekanntgabe des kompletten, 26-köpfigen Aufgebots durch den Bundestrainer in Frankfurt/Main (13.00 Uhr) – mit Kapitän Joshua Kimmich.
Kurzfilme verkünden WM-Tickets
Nach dem Bayern-Profi erhielten Deniz Undav, Nico Schlotterbeck, Kai Havertz, Jamal Musiala, Jamie Leweling, Nathaniel Brown, Aleksandar Pavlovic, David Raum, Nadiem Amiri, Maximilian Beier und Leon Goretzka per Kurzfilm ihre WM-Tickets vorab. Die weiteren Namen um Sensations-Rückkehrer Manuel Neuer stellt Nagelsmann am Frankfurter DFB-Campus vor.
In den Videos äußern sich neben dem Bundestrainer auch Freunde oder die Familie zu „ihren“ Stars. Bei Kimmich sind dies etwa seine Ehefrau Lina und ein Jugendfreund. „Du bist mein bester Freund, ein fantastischer Ehemann und ein noch besserer Vater. Danke, dass es dich gibt“, sagt Lina Kimmich.
Nagelsmann adelt Kimmich und Co
Nagelsmann schwärmt von seinen Auserwählten. Kimmich nennt er „ein Vorbild“ und seinen „Leader auf dem Feld“, der die Mannschaft „idealerweise zum WM-Titel“ führen möge. Musiala bescheinigt er eine „unglaubliche Gabe“ und ein „Straßenkicker-Gen“. Den von ihm unlängst noch kritisierten Undav nennt er einen „echten Torjäger“.
Pavlovic, verrät Nagelsmann, sei „einer der wenigen Spieler, die mich immer noch siezen, obwohl ich dir schon 1000-mal das Du angeboten habe“. Außerdem bekennt der Bundestrainer scherzhaft, er habe „am meisten Angst“ vor dem „gemeinsamen Tattoo“ mit Raum im Falle des WM-Titels: „Aber nicht, weil ich Angst habe vorm Tattoostechen, sondern weil ich glaube, dass wir bei dir keinen Platz mehr finden.“