Der SC Freiburg steht vor dem größten Highlight der Klubgeschichte. Am Mittwoch (ab 21 Uhr im LIVETICKER) treffen die Breisgauer im Finale der Europa League auf den Favoriten Aston Villa. Ein Spiel, das auch auf die Bundesliga entscheidende Auswirkungen hat. SPORT1 klärt über die möglichen Szenarien auf.

Zwischenzeitlich wuchs in Deutschland die Hoffnung auf neun internationale Startplätze und sechs Teilnehmer an der Champions League massiv an. Seit dem Finaleinzug von Rayo Vallecano in der Conference League und Spaniens damit sicherem zweiten Platz in der UEFA-Jahreswertung ist dieser Traum jedoch ausgeträumt.

Der SC Freiburg spielt im Finale der Europa League auch um die Teilnahme an der Champions League
Der SC Freiburg spielt im Finale der Europa League auch um die Teilnahme an der Champions LeagueDer SC Freiburg spielt im Finale der Europa League auch um die Teilnahme an der Champions League© IMAGO/Ulmer/Teamfoto

Der Sport-Club würde mit einem Finalsieg am Mittwochabend aber weiterhin nicht nur den ersten großen Titel seiner Geschichte (bisher viermal Meister der 2. Bundesliga und zweimal Landespokalsieger in Südbaden) feiern, sondern in der kommenden Saison erstmals Champions League spielen.

Die Bundesliga bekäme damit neben dem FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und dem VfB Stuttgart zumindest einen fünften Startplatz in der Königsklasse. Bei einer Freiburger Niederlage bliebe es bei vier Startplätzen.

Szenario 1: Freiburg verliert und spielt in der Conference League

Während man in der Bundesliga vor wenigen Wochen noch auf insgesamt neun europäische Qualifikanten hoffen durfte, steht seit dem 34. Spieltag aber fest, dass in der kommenden Saison lediglich sieben Teams international vertreten sein werden.

Zum Hintergrund: Als Tabellensiebter der Bundesliga wäre Freiburg auch bei einer Finalniederlage immerhin für die Conference League qualifiziert, während die TSG Hoffenheim (5.) und Bayer Leverkusen (6.) in der Europa League antreten werden.

Szenario 2: Freiburg gewinnt und kein Bundesligist spielt Conference League

Sollte die Sensation aber tatsächlich gelingen und der SC sich für die Königsklasse qualifizieren, bliebe es bei insgesamt sieben europäischen Startplätzen. In diesem Fall würde der durch Freiburg erspielte Platz in der Conference League an die UEFA zurückgehen und an einen anderen Verband vergeben werden.

Deutschland hätte dann fünf Teilnehmer in der Champions League, zwei in der Europa League, aber keinen in der Conference League.

Besonders bitter ist das für Eintracht Frankfurt, die von Freiburg auf Rang acht verdrängt wurden. Bei einem Freiburger Titelgewinn in der Europa League und zeitgleichem Abschneiden auf Rang acht in der Bundesliga hätte die SGE als Tabellensiebter einen Startplatz in der Conference League erhalten.