Dank eines späten Treffers hat Borussia Mönchengladbach den Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert.
Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski gewann gegen Borussia Dortmund verdient 1:0 (0:0) und verhinderte zudem die vorzeitige Vizemeisterschaft des West-Rivalen. Diese könnte der BVB am kommenden Spieltag perfekt machen.
BVB-Frust nach Abpfiff: „Pissige Stimmung“
„Ich bin nicht zufrieden mit dem Spiel heute. Ich glaube wir alle nicht, die ganze Mannschaft nicht“, ärgerte sich Keeper Gregor Kobel nach dem Schlusspfiff bei DAZN.
„Es ist auf jeden Fall eine pissige Stimmung jetzt nach dem Spiel, mit dem späten Gegentreffer. Es ist ärgerlich“, war Kobel enttäuscht.
Auch Trainer Niko Kovac war unzufrieden. „Heute hat man wirklich gesehen, bei denen (Gladbach, Anm. d. Red.) ging es um sehr viel und bei uns anscheinend nicht so. Es war heute keine gute Leistung. Dementsprechend haben wir auch verloren“, sagte Kovac.
Die Einstellung seiner Mannschaft sei heute nicht ideal gewesen. „Deswegen kannst du hier in Gladbach nichts holen. Auch das ist eine Bundesliga-Mannschaft, die sehr viel Qualität hat. Das haben sie heute auch gezeigt“, so der BVB-Coach.
Auch Verteidiger Waldemar Anton schlug in die selbe Kerbe: „Wenn man das ganze Spiel betrachtet, waren die einfacher intensiver und haben es verdient, heute zu gewinnen.“
Tabakovic trifft entscheidend
Die Gladbacher entledigten sich ihrer letzten Abstiegssorgen. Lange hatte es ausgesehen, als würden erstmals seit mehr als 30 Jahren keine Treffer im Borussen-Duell fallen. Doch Haris Tabakovic (88.) verhinderte spät das 0:0, das bislang letzte torlose Unentschieden der beiden West-Rivalen hatte es im April 1994 gegeben.
Mönchengladbach ging das Spiel entschlossen und resolut an. Damit hinterließ das Team von Trainer Eugen Polanski durchaus Eindruck, der BVB kam im gesamten ersten Durchgang zu keiner einzigen nennenswerten Chance.
Allerdings haperte es im Gladbacher Spiel bei allem Engagement an Durchschlagskraft. Meist war bereits der vorletzte Pass zu ungenau, sodass Kobel zunächst einen weitgehend entspannten Nachmittag verbringen durfte.
BVB: Kovac setzt auf Youngster
Nur einmal war der Keeper gefordert – und dann direkt hellwach: Die Direktabnahme von Tabakovic (32.) wehrte der Schweizer stark ab. Dafür holte sich Kobel sogar vom Gladbacher Stürmer einen anerkennenden Handschlag ab.
Der BVB hatte erneut auf den zuletzt sehr starken Samuele Inácio gesetzt. Der Italiener begann wie beim souveränen 4:0 gegen den SC Freiburg in der Vorwoche im offensiven Mittelfeld. Doch auch der 18-Jährige konnte sich zunächst nicht durchsetzen, Stürmer Serhou Guirassy ließ sich teilweise sehr tief fallen, um überhaupt am Spiel teilnehmen zu können.
Doch auch nach der Pause gehörte den Gladbachern die erste Gelegenheit – und die hatte es in sich. Tabakovic grätschte den Ball knapp am Tor vorbei (48.), auf der Gegenseite verzog Julian Brandt (52.). Das Spiel nahm nun endlich etwas mehr Fahrt auf, war unterhaltsamer als in der ersten Halbzeit. Das lag vor allem an den Gladbachern, die mutig auf das 1:0 drängten.
BVB erneut schwach
Dortmunds Spiel genügte den eigenen Ansprüchen hingegen keinesfalls. Fußballerisch waren beide Teams auf einem ähnlichen Niveau. Auch ein Freistoß aus aussichtsreicher Position von Marcel Sabitzer (76.) und ein Abschluss von Fabio Silva brachten keine Gefahr.
Für Gladbach verpassten Yannik Engelhardt (81.) und Rocco Reitz (85.) knapp, dann setzte Tabakovic den umjubelten Schlusspunkt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)