Beim wohl größten Spiel der Freiburger Klubhistorie ragte am Donnerstagabend vor allem ein Mann heraus. Die Rede ist von Abwehrchef Matthias Ginter.
Im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League machte der 32-Jährige gegen Celta Vigo einen in allen Bereichen überzeugenden Eindruck und erzielte in der 78. Minute das Tor zum 3:0-Endstand. Entsprechend groß waren auch die Lobeshymnen nach dem Abpfiff.
„Wir reden gerade von seinen Kopfballtoren, aber was der hinten für ein Stellungsspiel hat, was er für ein Auge hat, ist unglaublich“, geriet RTL-Experte Lothar Matthäus ins Schwärmen und meinte: „Er hat für mich das perfekte Spiel als Abwehrspieler gemacht, weil er ja auch vorne noch gefährlich ist.“
Ginter zur WM? „Das muss Nagelsmann entscheiden“
Aufgrund des beachtlichen Auftritts von Ginter war im vorherigen Gesprächsverlauf zudem eine mögliche Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft diskutiert worden.
„Überragend, überragend, ich will jetzt nicht schon wieder auf die WM gucken“, sagte Matthäus, ehe Moderatorin Laura Papendick den Fokus endgültig auf das Thema lenkte und auch Teamkollege Vincenzo Grifo seine klare Meinung äußerte.
„Das muss der Nagelsmann dann entscheiden, was er damit macht“, erklärte der Torschütze zum 1:0 und stellte anschließend Ginters Wert für den Sport-Club heraus: „Er ist wirklich ein hervorragender Spieler, der vorangeht und seine Leistung Woche für Woche bestätigt. Das ist schön und das hat er sich auch absolut verdient dieses Kompliment.“
Weiter führte er aus: „Er gibt uns unglaubliche Stabilität und das ist auch das, was wir von ihm erwarten als Weltmeister. Wir sind alle sehr glücklich und zufrieden mit ihm.“
Ginter träumt vorsichtig vom DFB-Comeback
Ginter selbst äußerte sich mit Blick auf die WM 2026 zunächst zurückhaltend. „Ich habe eigentlich alles dazu gesagt. Ich versuche, das, was ich machen kann, zu machen und zu beeinflussen. Alles Weitere wird man dann sehen“, sagte der Freiburger Innenverteidiger.
Auf die Frage, ob er trotzdem Lust hätte, auf den WM-Zug aufzuspringen, antwortete Ginter allerdings: „Ja klar. Ich habe immer gesagt, es ist das Allergrößte für Deutschland zu spielen. Ich durfte neun Jahre lang dabei sein und klar, ich habe nichts dagegen, würde ich sagen.“
Seit seinem Debüt im März 2014 absolvierte Ginter 51 Spiele für das DFB-Team. Der letzte Einsatz liegt mittlerweile jedoch fast drei Jahre zurück und stammt aus einem Testspiel gegen die Ukraine im Juni 2023. Unter anderem mit Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Antonio Rüdiger hat es der Innenverteidiger derzeit mit namhafter Konkurrenz zu tun.