Das wäre mal ein kurioser Karriereschritt: Benjamin Karl, Olympiasieger im Parallel-Riesenslalom bei den Spielen in Mailand und Cortina, hat sein baldiges Karriereende angekündigt – doch danach soll es für den Snowboarder in einer anderen Sportart weitergehen, und das erneut mit olympischen Ambitionen.
Der 40-Jährige möchte nämlich künftig im Radsport durchstarten. Das Ziel des Österreichers: eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2030 in Frankreich – im Cyclocross: „Ab 23. März konzentriere ich mich auf meine Karriere im Radsport. Und wenn sich der Weg ergibt, werde ich mein Glück im Cyclocross versuchen und probieren, in vier Jahren bei den Olympischen Spielen am Start zu stehen“, sagte Karl in einem Interview mit dem ORF.
Olympia-Held: Neues Kapitel hat noch Fragezeichen
Ein durchaus gewagtes Vorhaben, denn Karl wäre dann immerhin 44 Jahre alt. Außerdem steht noch gar nicht fest, ob Cyclocross, eine Art des Querfeldein-Radfahrens durch unebenes Gelände, bei den Winterspielen 2030 überhaupt im Programm vertreten sein wird. Gewissheit darüber, ob seine neue Sportart tatsächlich olympisch wird oder nicht, erhält Karl im Juni – dann beschließt die außerordentliche IOC-Session das neue Programm.
Der Olympiasieger von 2026 hat bereits feste Pläne: „Plan A wäre das Profiteam Tudor Cycling mit Marco Haller, Plan B ein oberösterreichisches Conti-Team. Ob Straße oder Cyclocross ist vorerst egal“, verriet Karl.
Vorher wird der 40-Jährige aber noch mit seiner Snowboard-Karriere abschließen: In Winterberg stehen die letzten zwei Rennen der Weltcup-Saison an. Karl wird ein letztes Mal an den Start gehen, ehe er vom Board auf den Sattel umsteigt.