Dieses Ausrufezeichen kann in Monaco schon die halbe Miete sein. Kimi Antonelli holte sich im Qualifying die Poleposition für das Rennen am Sonntag (ab 15 Uhr im LIVETICKER).

Der Mercedes-Pilot behielt in den engen Gassen im Fürstentum die Nerven und hat so schon jetzt sehr gute Chancen auf den Sieg im GP. Neben ihm geht Max Verstappen von Platz zwei ins Rennen.

Kimi Antonelli holte die Pole in Monaco
Kimi Antonelli holte die Pole in Monaco Kimi Antonelli holte die Pole in Monaco © IMAGO/ANP

Der Kampf um die Pole entwickelte sich zu einem unglaublichen Krimi. Lange sah es so aus, als wenn sich Verstappen mit einer überragenden Runde die beste Ausgangslage für das Rennen holen würde.

Doch als die Uhr schon abgelaufen war und nur noch der Italiener auf der Strecke war, schob dieser sich dramatisch doch noch an die Spitze. Am Ende war Antonelli 0,043 Sekunden schneller als Verstappen. 

Wolff schwärmt: „Runde für die Geschichtsbücher“

„Das war eine magische Runde, ich habe alles zusammengebracht. Es war so eng mit Max. Ich bin super happy, wir haben uns massiv verbessert“, sagte Antonelli: „Das ist das intensivste Qualifying des Jahres hier. Du musst immer am Limit sein, die Mauer kommt immer näher, es ist nicht einfach.“

„Das war eine Runde für die Geschichtsbücher, wirklich unglaublich“, lobte Antonellis erstaunter Teamchef Toto Wolff bei Sky: „Als Leclerc durch das Schwimmbad geflogen ist, dachte ich, dass er nicht zu schlagen ist. Doch dann kamen noch drei, drei Generationen F1-Extraklasse mit Hamilton, Verstappen und jetzt Kimi, der das noch beweisen muss. Aber drei Große.“

Trotzdem versuchte der Mercedes-Chef anschließend die Euphorie auch ein wenig zu bremsen: „Wir müssen aufpassen, dass er nicht Ikarus wird. Wir wollen ihn ein bisschen auf dem Boden halten. Aber so ist er auch vom Charakter. Da helfen auch seine Eltern.“

Lob gab es von Wolff auch für Verstappen: „Gerechnet haben wir mit ihm nicht, aber mit Verstappen muss man immer rechnen. Er ist wieder da. Den kann man nicht abschütteln. Er ist so gut.“

Formel 1: Enttäuschung für Leclerc

Aus der zweiten Startreihe starten Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Der Sieg in Monaco wird aber wohl nur über Antonelli gehen. Bei keinem F1-Rennen ist die Poleposition so wichtig, da es auf dem Stadtkurs kaum Überholmöglichkeiten gibt.

Insgesamt verlief das Qualifying etwas enttäuschend für die Scuderia. Vor allem am Freitag hatte Ferrari dominiert, doch die Konkurrenz zog noch vorbei. In der Quali sah es lange so aus, als wenn Leclerc bei seinem Heimspiel die Pole holen könnte, ehe sich in der Schlussphase gleich noch drei Fahrer vorbeischoben.

Ob Ferrari-Teamchef Fred Vasseur dann wieder an der Strecke sein wird, war zunächst offen. Der Franzose fehlte am Samstag, weil er aus medizinischen Gründen in einem Krankenhaus war. Dort werde er weiter überwacht, teilte Ferrari am Morgen mit, gab aber keine weiteren Informationen zu Vasseurs Zustand bekannt.

Enttäuschend verlief die Quali für Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot verpasste als 13. erneut das Q3. Besonders bitter: Bisher war Hülkenberg im Fürstentum in allen Sessions in die Top-10 gefahren.

mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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