Max Verstappen und Sergio Perez deklassieren ihre Kontrahenten in den Formel-1-Boliden nahezu. Alles andere als der Konstrukteurstitel für Red Bull wäre in der laufenden Saison eine große Überraschung.

Der neue RB19 steht als Premiumauto da – doch weshalb sind die roten Bullen so stark? Liegt es etwa auch daran, dass die Österreicher 2021 die Budgetgrenze um über zwei Millionen Euro übertrafen – um unter anderem die Entwicklung des Boliden voranzutreiben.

Dafür wurde der Rennstall mit einer Geldstrafe von sieben Millionen Euro und einem Abzug von zehn Prozent in der Aerodynamik-Entwicklung über zwölf Monate belegt. Eine gerechte Strafe?

Für Ferrari-Boss Frederic Vasseur fällt sie deutlich zu milde aus: „Wenn man bedenkt, dass wir in einer Saison weniger als eine Sekunde über die Aerodynamik gewinnen, dann sind zehn Prozent eine Zehntelsekunde.“

Ferrari-Boss Vasseur: „Das war keine Strafe“

Eine Zehntelsekunde Abzug pro Rennen würde logischerweise kaum einen signifikanten Unterschied herstellen, weshalb Vasseur sagt: „Ich denke, das war keine Strafe. Das ist sehr wenig.“

Und doch musste er die Leistung der Mechaniker von Red Bull anerkennen: „Ich möchte nicht sagen, dass sie keinen guten Job gemacht haben, weil sie mit ihrem Auto einen sehr guten Job gemacht haben“, betonte Vasseur: „Aber wenn ihr mich fragt, ob die Strafe zu sanft war, dann sage ich Ja.“

Dabei ging er insbesondere darauf ein, dass sich Red Bull durch die Mehrausgaben bereits damals einen Vorteil in der Fahrzeugentwicklung verschafft habe, der durch die Strafe nicht mehr abzuwiegeln sei.

Max Verstappen ist in Australien leistungstechnisch in einer eigenen Liga unterwegs und gewinnt trotz Fehlstart und chaotischem Ende.

Max Verstappen ist in Australien leistungstechnisch in einer eigenen Liga unterwegs und gewinnt trotz Fehlstart und chaotischem Ende.

Die Formel-1-Teams haben eine begrenzte Aerodynamik-Entwicklungszeit pro Woche zur Verfügung. Während Ferrari 75% der maximalen Zeit zur Verfügung stehen, wurde das Kontingent von Red Bull von 73 auf 63% heruntergeschraubt.

Dennoch sei dem Ferrari-Teamchef zufolge ein Faktor besonders auffällig: „Sie haben einen mega-großen DRS-Effekt, größer als alle anderen. Und wir müssen verstehen, wie sie so etwas machen können.“

Das nächste Rennen findet am 28. April in Aserbaidschan statt.