Red Bull fährt beim Miami-GP dem Rest des Feldes davon. Bereits in den Trainings konnte niemand mit dem Spitzenreiter mithalten, dennoch teilte Motorsportchef Dr. Helmut Marko bereits am Freitag gegen die FIA und die Formel-1-Konkurrenz aus.

Der Grund für seine Attacke: vermeintliche Versuche, Red Bull auszubremsen.

In Miami wurden die DRS-Zonen verkürzt, wie auch schon in der Vorwoche in Baku. Dazu sagte Marko gegenüber Motorsport-Magazin.com: „Das Überholen war immer schon schwierig. Wenn die DRS-Zone gekürzt wird – man weiß ja warum.“

Nach Ansicht des 80-Jährigen geht es darum, Red Bull einzubremsen. „Richtig“, wurde er auf Nachfrage deutlich und forderte: „Man muss einmal aufhören, so manipulativ einzugreifen.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte Red Bull in Bezug auf DRS den Maßstab gesetzt. Vor der aktuellen Saison hatte die FIA dann angekündigt, die DRS-Zonen zu verkürzen. Versucht die FIA also tatsächlich Red Bull auszubremsen?

Marko teilt gegen Mercedes aus

Offiziell hatte der Verband vor der Saison erklärt, die Länge der DRS-Zonen in den ersten fünf Rennen anhand von Vorjahresdaten und Simulationen optimieren zu wollen.

Marko betrachtet den großen Vorsprung seines Teams im aktuellen Jahr als hart erarbeitet und ist genervt von den Beschwerden der Konkurrenz.

„Erstaunlich, dass sich Mercedes aufregt. Die hatten jahrelang einen derartig überlegenen Motor und waren deutlich weiter vorne, als wir es jetzt sind“, erklärte er, ohne sich einen Seitenhieb zu verkneifen: „Wenn man zwei Jahre hintereinander einen Flop mit dem Auto liefert, sollte man sich auf das konzentrieren.“