Drama in Melbourne! Novak Djokovic hat auf der Jagd nach seinem 25. Grand-Slam-Titel auf glückliche Weise das Halbfinale erreicht – weil sein Gegner Lorenzo Musetti nach einer 2:0-Satzführung im Viertelfinale der Australian Open aufgeben musste.
Beim Stand von 6:4, 6:3, 1:3 aus seiner Sicht beendete der Italiener, der sich kurz zuvor am Oberschenkel verletzt hatte, die Partie vorzeitig.
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es tut mir sehr leid für ihn, er war der bessere Spieler. Ich war auf dem Weg nach Hause“, sagte der Serbe im Interview auf dem Court.
„Was für ein Drama“
Er fügte hinzu: „Mir ist das auch schon einmal passiert, ich kann ihm nur eine schnelle Genesung wünschen. Ich habe einfach nur Glück gehabt.“
Bei Eurosport war Expertin Barbara Rittner geschockt von den Szenen: „Das ist furchtbar. Das tut mir unglaublich leid. Ich hoffe, dass nichts gerissen ist. Was für ein Drama, was für eine Enttäuschung. Das ganze Publikum ist konsterniert.“
Djokovic kämpfte selbst mit Blasen
Djokovic, der selbst mit einer großen Blase am Fuß zu kämpfen hatte, darf damit weiter auf seinen insgesamt elften Titel bei seinem Lieblingsturnier hoffen.
Schon im vergangenen Jahr hatte der Altmeister (38) bei allen vier Grand Slams das Halbfinale erreicht. Insgesamt steht er zum 54. Mal in der Vorschlussrunde bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere.
Folgt Sinner Djokovic ins Halbfinale?
Musetti hingegen verpasste auf ganz bittere Weise sein drittes Halbfinalticket bei einem Major. Es hätte am Freitag ein italienisches Duell mit dem Titelverteidiger Jannik Sinner, der später am Tag auf Ben Shelton trifft (ab 9 Uhr im Liveticker), auf ihn warten können. So droht nun Djokovic die Herausforderung gegen Sinner.
Dem Serben schienen gegen Musetti zunächst auch die zusätzlichen zwei Tage Pause keinen Vorteil zu verschaffen. Djokovic hatte kein Achtelfinale spielen müssen, weil sein Gegner Jakub Mensik verletzungsbedingt zurückzog.
Bei Musetti geht nichts mehr
Die bereits bekannte Blase am Fuß machte ihm abermals zu schaffen, nach dem zweiten Satz ließ er sich neue Verbände anlegen.
Kurz darauf aber war es plötzlich sein Gegner, der behandelt werden musste. Musetti hatte Probleme mit den Adduktoren im rechten Oberschenkel. Danach versuchte der Italiener, der zuvor überragend gespielt hatte, die Ballwechsel kurz zu halten – er spielte aber sichtlich gehemmt.
„Das ist nicht sein Spiel – ich bin mal gespannt, wie lange das gut geht“, sagte Rittner noch während des Duells. Es ging nicht lange gut – nach 2:08 Stunden war die Partie beendet.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)