Mit ihrem 87. Sieg hat Mikaela Shiffrin im schwedischen Are den legendären Ingemar Stenmark überholt und ist nun alleinige Rekordhalterin.
„Sie ist so beeindruckend, sie ist großartig“, lobte der Schwede sie im Anschluss. Er traut der US-Amerikanerin sogar zu, die magische Marke von 100 Weltcup-Erfolgen zu knacken.
Ob ihr dies wirklich gelingt, ist jedoch ungewiss. So berichtet die Schweizer Zeitung Blick, dass die 27-Jährige bereits in zwei Jahren aufhören könnte. Möglicherweise steht ein Karriereende aber auch erst 2026 nach den Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo auf dem Plan.
Bereits vor acht Jahren sagte sie im Spiegel-Interview: „An manchen Tagen frage ich mich, ob ich nicht einer sinnvolleren Tätigkeit nachgehen sollte, als Ärztin etwa.“
Beenden Shiffrin und Kilde ihre Karriere zur selben Zeit?
In den vergangenen Jahren stand bereits ein Rücktritt im Raum, als ihr Vater 2020 nach einem Unfall gestorben war. Der 65-Jährige war eine wichtige Bezugsperson für Shiffrin, ihr Fels in der Brandung.
Der Tod machte ihr enorm zu schaffen, sodass sie auch sportlich nicht mehr von Sieg zu Sieg eilte, sondern sich ungewohnte Fehler einschlichen. Deswegen habe sie schon damals an einen Rücktritt gedacht.
„Ich hatte nur Teile der Strecke im Kopf. Dadurch war es schwer, so Ski zufahren, wie ich es wollte. Ich konnte meinem Kopf nicht mehr trauen“, erinnerte sie sich im Blick-Interview.
Der Spaß am Skifahren kam für sie erst durch die Arbeit mit einem Sportpsychologen zurück. Und auch Aleksander Aamodt Kilde spielte eine wichtige Rolle, denn die beiden wurden ein Paar.
„Mikaela genießt das Leben mehr als zu Beginn ihrer Karriere. Und das schreibe ich auch Aleks zu. Es ist wichtig, Glückseligkeit in Dingen zu finden, die man vorher nicht gesehen hat – er ist sehr gut darin“, meint die Mutter von Shiffrin, Eileen.
Der Norweger ist zwei Jahre älter als Shiffrin und bringt sie auch heute immer noch zum Lächeln, wie der Ski-Superstar selbst erzählt.
Gut möglich, dass das Traumpaar gemeinsam seine Karriere beenden wird.