Im vergangenen Jahr sind die europäischen Top-Klubs mit ihrer Idee eine eigenen Super League krachend gescheitert.
Nun soll es laut der englischen Zeitung The Telegraph zu einem neuen Anlauf kommen.
Dem Bericht zufolge sind Juventus Turin, Real Madrid und FC Barcelona weiterhin an einer eigenen Liga interessiert. Juve-Präsident Andrea Agnelli soll die Pläne am kommenden Donnerstag während einer Messe der Sportindustrie verkünden.
Neue Teams sollen gegründet werden
Dabei werden die drei Teams offenbar eine wichtige Änderung bekannt geben. So soll die Liga nicht wie ursprünglich geplant ein geschlossener Kreis werden, sondern es soll eine Qualifikation über die heimische Liga geben.
Zudem soll laut einem Dokument, das schon im September verfasst wurde, der Wettbewerb dabei helfen, neue Teams in Europa zu entwickeln. Als Beispielstädte werden Luxemburg und Dublin genannt.
Die drei Rebellen wollen demnach die „monopolistische“ Position der UEFA im europäischen Fußball bei einer Anhörung vor dem Europäischen Gerichtshof später in diesem Jahr anfechten.
Der juristische Druck war offenbar zu groß: Die UEFA wird ein Verfahren gegen die verbleibenden drei Klubs der geplanten Super League nicht weiterverfolgen.
Auch PSG-Boss Al-Khelaifi in der Kritik
Zudem bemängelten die drei Teams dem Bericht zufolge die engen Verflechtungen der UEFA zu bestimmen Klubs. Als Beispiel wird PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi angeführt. Dieser löste Agnelli nach dem Scheitern der Super-League-Pläne als Präsident der europäischen Klubvereinigung ECA ab. Al-Khelaifi ist auch Vorsitzender von beIN Media, das die UEFA-Übertragungsrechte im Nahen Osten besitzt.
Auch der Einfluss aus nicht europäischen Ländern ist den drei Klubs ein Dorn im Auge. „Da ein Verein innerhalb der EU nicht von staatlichen Beihilfen aus seinem eigenen Mitgliedstaat profitieren kann, (…) warum sollte es erlaubt sein, dass der Fußballmarkt zum ausschließlichen Nutzen einiger weniger staatlicher Vereine wegen staatlicher Beihilfen aus Nicht-Mitgliedstaaten gestört wird?“, zitiert der Telegraph aus dem Dokument.