Jürgen Klopp sieht den FC Liverpool vor dem Spitzenspiel gegen Manchester City in der Premier League klar im Nachteil.
Nicht unbedingt aus sportlicher Sicht, aber definitiv mit Blick auf die finanzielle Schlagkraft des großen Liga-Rivalen. Auf eine entsprechende Nachfrage sagte Klopp am Freitag auf einer Pressekonferenz: „Die Antwort wird euch nicht gefallen. Niemand kann sich da mit Manchester City messen.“ (DATEN: Die Tabelle der Premier League)
Seine These machte der Coach der Reds dabei vor allem am Beispiel von Superstar Erling Haaland fest, der im Sommer zu den Skyblues gewechselt war.
„Du hast das beste Team der Welt und der beste Stürmer kommt auf den Markt. Ganz egal, was es kostet, du machst es einfach“, meinte Klopp. Zuvor hatte er Haaland bereits als den besten Stürmer der Welt bezeichnet. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)
Klopp: „Glückwunsch! Aber andere Klubs haben Grenzen“
Am Sonntag stehen sich Liverpool und City im direkten Duell gegenüber. Anders als in den vergangenen Jahren ist es zumindest beim Blick auf die Tabelle in diesem Jahr kein Spitzenspiel. Liverpool liegt aktuell 13 Punkte hinter dem Meister (hat aber auch noch ein zusätzliches Spiel in der Hinterhand).
„Was kann Liverpool tun?“ fragte Klopp rhetorisch: „Wir können nicht so wie sie agieren. Es ist nicht möglich.“ Es gebe drei Klubs, die „finanziell“ machen könnten, was sie wollen. Gemeint waren neben City auch Newcastle United und Paris Saint-Germain. „Es ist legal und alles ist gut“, ergänzte der Erfolgscoach. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)
Liverpool, das im Sommer den Angreifer Darwin Nunez für bis zu 100 Millionen Euro geholt hatte, müsse sich auf dem Transfermarkt anders verhalten: „Wir müssen es jünger machen, hier ein Spieler mit Potential und da ein Talent – das müssen wir machen. Und dann versuchst du, dich zu messen.“
Klopp weiter: „Ich habe gehört, dass Newcastles Sportdirektor gesagt hat: ‚Für diesen Klub gibt es keine Grenzen.‘ Er hat recht! Er hat absolut recht. Für Newcastle gibt es keine Grenzen. Glückwunsch! Aber andere Klubs haben Grenzen.“
Klopp bekommt Gegenwind
Nicht überall kamen Klopps Antworten gut an. In den sozialen Netzwerken warfen viele User dem Liverpool-Coach Doppelmoral und Heuchelei vor.
„Klopp jammert, dass das Geld von Man City den Fußball ruiniert hat“, schrieb ein der User West Ham Place, dessen Tweet innerhalb kürzester Zeit über 2000 Mal geteilt wurde, und führte in der Folge die Ablösesummen von Nunez (100 Millionen Euro), Virgil van Dijk (85 Millionen), Alisson Becker (62,5 Millionen), Naby Keita (60 Millionen) und Luis Diaz (50 Millionen) an.
Zudem erinnerte er daran, dass Mo Salah rund 400.000 Euro in der Woche verdienen soll. „Klopp ist der unerträglichste, unsympathischste, verbittertste Mann im Fußball. Er passt so gut zu Liverpool“.